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Derzeit sitzen 9600 Menschen in Bayerns Gefängnissen.

Mehr Häftlinge wegen Gewalt- und Drogendelikten in Bayern

München - In den bayerischen Gefängnissen sitzen immer mehr Menschen wegen Körperverletzungs- und Drogendelikten in Haft. Haftstrafen wegen solcher Taten nähmen weiter zu, sagte Justizministerin Beate Merk (CSU) laut Mitteilung bei der Präsentation der Strafvollzugsstatistik am Freitag in München.

Allein wegen Körperverletzungen waren am Stichtag, dem 31. März dieses Jahres, 1293 Männer und Frauen in Bayern inhaftiert. In den vergangenen sieben Jahren stieg deren Zahl um 52,3 Prozent. 2001 waren 849 Strafgefangene wegen solcher Gewalttaten eingesperrt worden.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz hatten Ende März 1743 Menschen hinter Gitter gebracht. Sieben Jahre zuvor waren es noch 1256. Dies bedeutet eine Steigerung von 38,8 Prozent. "Die Zahlen machen deutlich, dass wir einen Schwerpunkt auf die Gewalt- und Suchtprävention legen müssen", sagte Merk. In elf Justizvollzugsanstalten sollen deshalb zusätzliche sozialtherapeutische Einrichtungen errichtet werden. Insgesamt wurden am Tag der Erhebung über 9600 Strafgefangene in den bayerischen Gefängnissen gezählt.

dpa/lby

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