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Am Sonntag kam es zu umfangreichen Suchaktionen.

In den Bayerischen Alpen

Mehrere Lawinenabgänge: Ein Toter am Geigelstein

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Vier verschüttete Skifahrer konnten gerettet werden, allerdings kam für einen Mann am Geigelstein jede Hilfe zu spät.  

Oberaudorf/Lenggries – Mehrere Lawinenabgänge haben am Sonntag umfangreiche Suchaktionen von Bergwacht und Polizei ausgelöst. Mindestens vier Skifahrer wurden verschüttet, konnten aber gerettet werden. Ein 29-jähriger Mann aus Sachsen verstarb am Geigelstein.

Der Ski-Tourengeher war in den Chiemgauer Alpen an einer Scharte zwischen Schlechinger und Sachranger Tal unterwegs, als ihn am Sonntag gegen 12 Uhr eine Lawine aus der Flanke des Geigelsteins erfasste. Drei weitere Skitourengeher beobachteten dies und alarmierten die Bergrettung, darunter ein 57-Jähriger aus dem Kreis Traunstein, der als Erstes vor Ort war. Bis mit einem Polizeihubschrauber Bergwachtkräfte und ein Arzt abgesetzt waren, hatten sie den Mann aus Sachsen schon ausgegraben und reanimiert. Der Rettungshubschrauber Christoph 14 flog den Verletzten ins Krankenhaus Traunstein. Dort starb der 29-jährige Tourengeher an seinen schweren inneren Verletzungen.

Tödliches Lawinenunglück am Geigelstein - Bilder vom Unfallort

Insgesamt 15 Bergwachtleute suchten den Lawinenkegel nach weiteren Verschütteten ab und konnten bald Entwarnung geben.

Lesen Sie dazu auch: Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - Lawinengefahr steigt bis Montag
Auch am Brünnstein bei Oberaudorf im Landkreis Rosenheim auf der anderen Seite des Inns gab es einen Lawinenabgang. Dabei gab es zwei (nicht lebensgefährlich) Verletzte. Alarm wurde ferner am Brauneck bei Lenggries (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ausgelöst: Dort ging am Sonntagmorgen eine kleine Lawine ab, vermutlich ausgelöst durch einen Skifahrer, der abseits der Piste unterwegs war. Ein Tourengeher wurde bis zu den Oberschenkeln verschüttet, blieb aber unverletzt.

Am Zwiesel nahe Bad Reichenhall in den Chiemgauer Alpen erfasste ebenfalls am Sonntag eine 25 bis 30 Meter breite Lawine zwei einheimische Skifahrer. Einer wurde fast komplett von den Schneemassen begraben. Nur ein Arm ragte noch heraus, so das ihn eine Gruppe von Skibergsteigern rasch fand und binnen Minuten befreien konnte. Beide Skifahrer hatten, so Bergwacht-Sprecher Marcus Goebel, großes Glück – denn Rettungsflüge waren zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines Schneesturms in dem Gebiet nicht möglich.

Lesen Sie dazu auch: Lawine erwischt Tourengeher

In den bayerischen Alpen herrschte Sonntag durchgängig vom Allgäu bis ins Chiemgau Lawinen-Gefahrenstufe drei („erhebliche Gefahr“). Für den heutigen Montag ist die Gefahrenstufe vom Lawinenwarndienst auf vier hochgesetzt worden. ludwiG Flug, Silke Scheder,

Dirk Walter

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