Traurige Bilanz der Polizei

Mehrere Tote: Schwarze Weihnachtstage auf Bayerns Straßen

München - In den Weihnachtstagen verunglücken auf den Straßen im Freistaat mehrere Menschen schwer. Drei Autofahrer sterben, vier weitere werden schwer verletzt.

An den Weihnachtstagen sind auf Bayerns Straßen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, vier weitere wurden schwer verletzt. Am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages verunglückte eine dreiköpfige Familie auf der Autobahn 9 bei Eching (Landkreis Freising). Der 61 Jahre alte Familienvater wurde tödlich, seine 46-jährige Frau und die zehnjährige Tochter lebensgefährlich verletzt. Der Wagen der hessischen Familie sei etwa einhundert Meter an der Leitplanke entlang geschleudert, ehe er in den Pfeiler einer Verkehrstafel krachte, teilte die Polizei mit. Die Autobahn blieb mehrere Stunden lang gesperrt. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.

Bereits am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages war ein 19 Jahre alter Pizzabote in der Gemeinde Erding tödlich verunglückt. Er war auf der Staatsstraße 2082 mit seinem Kleinwagen in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Das Fahrzeug prallte gegen einen Baum und überschlug sich. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle.

Ebenfalls am Freitagabend erlag ein Mann auf der Autobahn 3 nahe Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz seinen Verletzungen. Der 66-Jährige war mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich mit seinem Fahrzeug mehrfach überschlagen. Dabei wurde der Fahrer nach Angaben der Polizei aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt. Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos.

Weil er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, wurden auch ein 47-Jähriger und seine Lebensgefährtin schwer verletzt. Die beiden waren am Heiligabend auf der Autobahn 95 kurz vor München durch die Leitplanke gebrochen, der erst kürzlich gekaufte Sportwagen ging laut Polizeiangaben sofort in Flammen auf. Der Fahrer und seine 36 Jahre alte Begleiterin konnten sich selbst aus dem Wrack befreien, erlitten jedoch schwere Verbrennungen und mussten per Hubschrauber in Spezialkliniken geflogen werden. An Wagen und Leitplanke entstand ein Schaden von rund 150 000 Euro. Gegen den Fahrer wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung ermittelt. Er war laut Polizei vermutlich mit wesentlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

Auch gegen eine 52-Jährige wird seit den Weihnachtstagen ermittelt - sie hatte am ersten Weihnachtsfeiertag auf dem Rastplatz Hofoldinger Forst (Landkreis Holzkirchen) an der Autobahn 8 mit ihrem Auto eine Sitzbank gerammt. Weil sie danach im Fahrzeug einschlief, konnten die von einer Mitarbeiterin der Rastanlage gerufenen Polizisten rasch einen Alkohol-Test durchführen, wie die Beamten mitteilten. Der ergab 4,4 Promille, weshalb die Frau nun zwei Verfahren erwarten - wegen Trunkenheit am Steuer und Fahren ohne Führerschein. Den hatte sie bereits vor einem Jahr wegen einer Trunkenheitsfahrt verloren.

Nach einem Verkehrsunfall von Heiligabend ist eine 87-jährige Fußgängerin am Sonntag an ihren schweren Verletzungen gestorben. Die alte Dame war am Donnerstag in Augsburg von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden, nachdem sie plötzlich auf die Straße getreten war, teilte die Polizei mit. Sie habe die Straße überqueren wollen. Ein 61 Jahre alter Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen. Durch den Aufprall erlitt die Rentnerin eine schwere Kopfverletzung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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