Skiliftprojekt

Skischaukel am Riedberger Horn: Mehrheit dagegen

Balderschwang/Hilpoltstein - Das Skiliftprojekt am Riedberger Horn im Allgäu lehnen rund 80 Prozent der Bayern einer aktuellen Umfrage zufolge ab. 

Etwa 80 Prozent der Menschen im Freistaat sind gegen die geplante Skischaukel am Riedberger Horn. Das zeigt eine Umfrage des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). Demnach sprechen sich sogar 91 Prozent der Befragten für den Erhalt des bayerischen Alpenplans aus - ohne Ausnahmen für neue Skigebiete. Und sie lehnen Neuerschließungen in der so genannten Ruhezone C ab, wie die am Donnerstag vorgestellte repräsentative Umfrage des Instituts TNS Emnid ergab. 

„Die Aussage der bayerischen Staatsregierung, derartige Entscheidungen im Dialog mit den Bürgern zu treffen, ist somit nicht haltbar“, teilte dazu der LBV mit. Auch unter den befragten CSU-Anhängern sind der Umfrage zufolge drei Viertel (75 Prozent) gegen die Skiverbindung.

Bürger sprachen sich klar für den Liftverbund aus

Die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein wollen ihre beiden Skigebiete mit einem neuen Skilift verbinden, um angesichts der Konkurrenz in Österreich attraktiv bleiben zu können. Das Projekt ist allerdings höchst umstritten, weil die geplante Lifttrasse durch einen streng geschützten Bereich der Alpen verläuft und damit eigentlich unzulässig ist. Dies will die Staatsregierung mit einer Änderung des Landesentwicklungsprogramms umgehen.

Die Umfrageerbegnisse widersprechen dem Resultat eines Bürgerentscheid vom vergangenen September. Die Menschen in Balderschwang und Obermaiselstein zeigten damit klar, dass sie die SKi-Schaukel wollen.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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