Nach G8-Kritik

Meidinger und Spaenle streiten über Rückkehr zu G9

München - In der Diskussion über hohe Durchfallerquoten am achtjährigen Gymnasien hat sich der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger (Deggendorf), für die Rückkehrmöglichkeit zum G9 ausgesprochen.

Sollte das von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) geplante Intensivierungsjahr nicht funktionieren, "muss man meiner Meinung nach ernsthaft über die freiwillige Einrichtung von neunjährigen Zügen an Gymnasien nachdenken", sagte Meidinger gegenüber dem "Münchner Merkur" (Samstag). Dies entspreche dem, was Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vergangenen Samstag für Hessen angekündigt habe. Nachdem Bayern ein Schulinnovationsgesetz plane, liege "die Frage nahe, warum Schulen dann über Lehrpläne, Modellversuche, Mittelbewirtschaftung und inhaltliche Profilierungen entscheiden können, über die zeitliche Verteilung der Lehrplaninhalte auf acht oder neun Jahre aber nicht."

Kultusminister Ludwig Spaenle widersprach Meidinger: "Ein Nebeneinander von acht- und neunjährigen Gymnasium wäre mit großen organisatorischen und pädagogischen Schwierigkeiten verbunden", sagte er dem "Münchner Merkur". "Unsere Schulen benötigen nun die nötige Ruhe, um sich den pädagogischen Kernaufgabenzu widmen." Allerdings plane Bayern ein Intensivierungsjahr für Schüler der 8. bis 10. Klasse. Es werde ab kommenden Schuljahr an einzelnen Gymnasien erprobt.

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