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Mit den so genannten Bären haben auch heuer wieder 1200 Fischer am traditionellen Fischertag in Memmingen den Stadtbach leergefischt.

Traditionelles Heimatfest

Memmingen: Fischerkönig fischt seit 45 Jahren

Memmingen - Beim Fischertag in Memmingen wurde heuer ein besonders ausdauernder Teilnehmer belohnt. Gerhard Müller (51) gewann nach 45 Jahren Teilnahme - ohne Unterbrechung.

Beim traditionellen Fischertag im Memmingen wurde in diesem Jahr ein besonders ausdauernder Teilnehmer belohnt. Der 51-jährige Gerhard Müller gewann nach 45 Jahren steter Teilnahme am Samstag zum ersten Mal das Wettfischen im Memminger Stadtbach.

Schon als kleiner Bub hatte er an der Seite der anderen Wettkampf-Teilnehmer versucht, mit einem so genannten Bären, einem Fischernetz, die dickste Forelle aus dem Bach zu fangen. In diesem Jahr wog seine Beute nach Angaben des Fischertagsvereins 2350 Gramm. Damit hat er nun ein Jahr lang den Titel als Fischerkönig sicher, der in Memmingen als höchste Ehre gilt.

Rund 1200 Teilnehmer waren in diesem Jahr nach Angaben des Fischertagsvereins am Samstagmorgen nach dem Startschuss unter den Augen von mehr als 10.000 Zuschauern in den Stadtbach gejuckt, wie das in Memmingen traditionell heißt, also gesprungen. Das Wettfischen wurde begleitet von einer Protestaktion der Tierschutzorganisation PETA. Aktivisten warfen hunderte gelbe Gummienten in den Bach und forderten auf Plakaten: „Fangt Quietsche-Entchen statt Fische!“

Sie protestierten damit gegen eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Seit 1465 fischen die Memminger einmal jährlich den Stadtbach leer, der danach abgelassen, gereinigt und neu geflutet wird. An dem Wettbewerb nach heutigen Statuten dürfen nur Männer teilnehmen, die seit mindestens zehn Jahren in Memmingen wohnen und Mitglieder des Fischertagsvereins sind.

dpa

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