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Der "Meridian" sorgt immer wieder für Probleme.

Verzögerungen auf der Mangfalltal-Strecke

Wieder Ärger: Neue Strafzahlungen für Meridian

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Holzkirchen - Weitere Strafzahlungen für die Bayerische Oberlandbahn: Wegen Problemen beim "Meridian" wird die BOB von der staatlichen Bayerischen Eisenbahngesellschaft zur Kasse gebeten.

Auf die Bayerische Oberlandbahn kommen weitere Strafzahlungen zu. Grund sind die Probleme bei der Fahrzeugbereitstellung beim „Meridian“ – die BOB ist für den Zugverkehr auf dem Rosenheimer Streckennetz zuständig, das unter dieser Marke firmiert.

Die Auslieferung und Zulassung der dreiteiligen Meridian-Züge des Typs Flirt durch den Hersteller Stadler in Berlin-Pankow ist nach wie vor unklar. Deshalb lässt sich laut Meridian eine durchgehende Verbindung von Rosenheim nach München über Holzkirchen nicht bewerkstelligen.

Auf der Strecke der sogenannten Mangfalltalbahn werden stattdessen weiter vor allem Dieselfahrzeuge der Vogtlandbahn („Desiro“) eingesetzt. Sie können wohl erst ab Montag, 30. Juni, durch eigene Züge des Typs Flirt ersetzt werden. Die Desiros haben Probleme, den Fahrplan einzuhalten. Daher kommt es zu Verspätungen und Zeitnot beim Umsteigen in Rosenheim oder Holzkirchen.

Pünktlichkeit bei 95 Prozent

Zwar erklärt eine Meridian-Sprecherin, es sei schon im Dezember klar gewesen, dass die Mangfalltalbahn länger auf neue Züge warten müsse. Dennoch hat die Verzögerung erneut die staatliche Bayerische Eisenbahngesellschaft alarmiert.

„Wir haben die BOB aufgefordert, schnellstmöglich nachzubessern“, so eine Sprecherin. „Dass die BOB ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, werden wir außerdem mit entsprechenden Strafzahlungen ahnden.“

Immerhin gibt es momentan keine Verschlechterung: Die Pünktlichkeit beim Meridian liegt bei stabilen 95 Prozent. Auch hat die S-Bahn München den Vertrag von März auf Juni verlängert und leiht bis 27. Juni zwei S-Bahnzüge an Meridian aus.  

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