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Zu Flüchtlingszügen umfunktioniert: ein Meridian-Zug.

Zwischen München und Salzburg

Meridian transportiert die meisten Flüchtlinge

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Rosenheim - Die Flüchtlinge stellen auch für den Zugverkehr eine Belastungsprobe dar. Vor allem der Rosenheimer Meridian, der zwischen München und Salzburg pendelt, ist zu einem Transportzug für die Flüchtlinge aus Ungarn geworden.

Das Gros der Asylbewerber kam zuletzt mit den blauen Regionalzügen in die Landeshauptstadt, betont der Regionalzug-Betreiber. Die Züge sind dadurch mehr als voll: „Wir sind im Grunde seit letztem Samstag über unserer Leistungsgrenze“, erklärt Meridian-Chef Bernd Rosenbusch. So fuhren von den 53 000 Flüchtlingen, die in der vergangenen Woche in München ankamen, mehr als die Hälfte (knapp 33 000) mit dem Meridian. Die restlichen 20 000 kamen mit den Railjet-Fernzügen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sowie mit Sonderzügen.

Meridian geht mit dem Andrang um, so gut es eben geht. In Salzburg setzt das Unternehmen so genannte Koordinatoren ein. In der Regel sorgen sie dafür, dass Pendler und Freizeitreisende sowie die Flüchtlinge in getrennten Zugteilen fahren. Der Meridian besteht dabei aus zwei oder maximal drei Zugteilen. Ein Zugteil ist für die normalen Fahrgäste reserviert, die anderen für die Flüchtlinge. Während des Zustiegs werden die Flüchtlinge durch die Meridian-Leute gezählt und nach Abfahrt des Zuges die Zahl der Bundespolizei in München mitgeteilt. Die Züge werden auch verstärkt gereinigt – dafür gibt es zwei bis vier Unterwegs-Reiniger.

Zuletzt bot Meridian nach eigener Darstellung das auf, was das Unternehmen so eben leisten kann. Man muss dazu wissen, dass Meridian insgesamt 35 Züge hat – 28 mit 333 Sitzplätzen und sieben mit 158 Sitzplätzen. Maximal darf ein Zug wegen der begrenzten Bahnsteiglängen in so genannter Dreifach-Traktion mit 999 Sitzplätzen unterwegs sein.

Meridian-Chef Rosenbusch sorgt sich nun wegen des Schulbeginns am Dienstag: Dies werde „zu einer deutlich stärkeren Auslastung der Züge mit Pendlern und Schülern führen“, betont er. Daher müssten die für Flüchtlinge verfügbaren Kapazitäten reduziert werden.

Dirk Walter

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