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Rettungskräfte arbeiten in Bad Reichenhall an der eingestürzten Eissporthalle (Archivfoto vom 03.01.2006).

Merk erinnert an Opfer des Eishallen-Dramas

München/Bad Reichenhall - Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) hat fünf Jahre nach dem Einsturz der Eislaufhalle in Bad Reichenhall der 15 Todesopfer gedacht und den Angehörigen ihr Mitgefühl ausgesprochen.

Im Jahr 2006 war das Dach der Eishalle eingestürzt und hatte 50 Menschen unter sich begraben. Zwölf Kinder und drei Mütter kamen ums Leben. Sie habe Verständnis dafür, dass Angehörige nach Schuldigen suchen, sagte Merk in München anlässlich des Jahrestages des Unglücks am 2. Januar.

Gleichzeitig betonte sie: “Nichtsdestotrotz müssen wir uns stets vor Augen halten, dass wir einem Beschuldigten nur dann eine öffentliche Hauptverhandlung mit all ihren Folgen zumuten dürfen, wenn seine Schuld wahrscheinlich ist.“ Das sei eine der Grundlagen des Rechtsstaates - “genauso wie die Tatsache, dass wir hier in Deutschland eine unabhängige Justiz haben, dass Richter völlig frei von politischen Einflüssen urteilen.“

Während das Strafverfahren gegen einen der Gutachter neu aufgerollt werden muss, nachdem der Bundesgerichtshof seinen Freispruch aufgehoben hatte, wurde gegen die Mitarbeiter des Bauamtes der Stadt Bad Reichenhall aus Mangel an Beweisen keine Anklage erhoben. Der neue Prozess hätte eigentlich längst beginnen sollen. Doch weil die Richterbank gegenüber dem ersten Verfahren neu besetzt sein muss und der Vorsitz der nun zuständigen 6. Strafkammer erst jüngst wechselte, wird es frühestens im Frühjahr 2011 zur Neuauflage kommen.

dpa

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