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MM-Redakteurin Katrin Woitsch.

Merkur-Kommentar

Der Fall Peggy: Zu viele Ermittlungsfehler

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Das Schicksal der vermissten neunjährigen Peggy aus Lichtenberg berührt Menschen weit über Oberfranken hinaus. Im Laufe der Jahre haben weder Polizei noch Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen eine gute Figur gemacht. Ein Kommentar von mm-Redakteurin Katrin Woitsch.

Es ist einer der bekanntesten und schockierendsten Vermisstenfälle Bayerns. Kaum jemand hatte Hoffnung, dass das Mädchen noch lebt. Der Fund der Kinderknochen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Peggys Skelett stammen, bedeutet traurige Gewissheit. Er bringt aber auch neue Hoffnung, dass der Fall nach 15 Jahren endlich aufgeklärt wird.

Bei den bisherigen Ermittlungen haben weder Polizei noch Staatsanwaltschaft eine gute Figur gemacht. Ein widersprüchliches Geständnis eines geistig behinderten Mannes, der trotzdem verurteilt und nach neun Jahren wieder freigesprochen wird. Eine Spur zu einem Missbrauchtäter, die jahrelang nicht weiterverfolgt wurde. Und gleichzeitig viele ergebnislose Grabungen, die sich jedes Mal als falsche Fährte erwiesen. Peggys Familie hat unendlich leiden müssen.

Seit Montag ist der Fall Peggy kein Vermisstenfall mehr, sondern ein Mordfall mit Leiche. Das erhöht die Chancen, den Täter zu finden. Gleichzeitig verstärkt es den Druck für die Ermittler. Sie dürfen sich keine Fehler mehr erlauben. In diesem Fall sind bereits viel zu viele passiert.

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