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Der Angeklagte (21) soll bei einem Einbruch einen Mann niedergestochen haben. 

Staatsanwältin forderte Jugendstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten

Messerangriff bei Einbruch - Staatsanwaltschaft rückt von Anklage ab

Memmingen -  Ein 21-Jähriger, der bei einem Einbruch einen Familienvater niedergestochen hatte, ist nicht mehr wegen Mordversuchs angeklagt. Ihm werden gefährliche Körperverletzung und räuberischer Diebstahl vorgeworfen.

Im Prozess um einen Messerangriff auf einen Familienvater während eines Wohnungseinbruchs ist die Staatsanwaltschaft vom Vorwurf des versuchten Mordes abgerückt. Die Staatsanwältin forderte am Donnerstag vor dem Landgericht Memmingen eine Jugendstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten für den 21 Jahre alten Einbrecher.

Sie wertete den lebensbedrohlichen Stich in die Brust nur noch als gefährliche Körperverletzung und schweren räuberischen Diebstahl, nicht mehr wie in der Anklage als Mordversuch. Die Staatsanwältin hielt dem jungen Mann zu Gute, dass er auf das am Boden liegende, schwer verletzte Opfer nicht weiter eingestochen habe, sondern aus der Wohnung geflohen sei.

Der Angeklagte war bei der Tat noch 20 Jahre alt und somit Heranwachsender, weswegen für ihn Jugendrecht angewandt werden kann. Er hatte zugegeben, im Dezember 2015 nachts in ein Einfamilienhaus eingestiegen zu sein und den Bewohner niedergestochen zu haben, als ihn dieser überrascht habe. Ärzte retten dem 58 Jahre alten Opfer mit einer Not-OP das Leben. Das Urteil in dem Prozess sollte noch am Donnerstag verkündet werden.

dpa

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