Messerattacke auf Rentner: Friseurmeisterin angeklagt

Ochsenfurt/Würzburg - Etwa zehn Monate nach einer Messerattacke auf einen Rentner in Ochsenfurt (Landkreis Würzburg) ist eine Friseurmeisterin des versuchten Mordes angeklagt worden.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg wirft der 60-Jährigen auch versuchte schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vor. Die Frau aus dem Landkreis Kitzingen soll den 79-jährigen Mann Ende Januar in seiner Wohnung mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben, um ihn auszurauben. Die Tat war allerdings missglückt, weil das Opfer kein Geld im Haus hatte.

Die Frau soll am Tattag unter einem Vorwand in das Haus gelangt sein. Im ersten Stock traf die Frau, die eine schwarze Strumpfmaske sowie eine schwarze Perücke trug, der Anklage zufolge dann auf den Rentner. Mit einem Messer stach sie auf den 79-Jährigen ein und verletzte ihn am Oberkörper. Von dem Mann und seiner vier Jahre jüngeren Ehefrau forderte die Tatverdächtige Geld, musste allerdings ohne Beute wieder gehen.

Nach der Tat war die Messerstecherin mit europäischem Haftbefehl gesucht worden und konnte etwa 14 Tage später auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria gefasst werden. Bisher hat sich die Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager am Freitag. Sie sitzt in Untersuchungshaft. Nun muss das Landgericht entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und dann einen Prozesstermin festlegen.

dpa

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