1. Startseite
  2. Bayern

Messerstecher von Würzburg äußert sich zu Geburtsdatum

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Beginn Sicherungsverfahren gegen Messerstecher
Ein Mann sitzt in Fußfesseln auf der Anklagebank. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Messerstecher von Würzburg hat sich zum Prozessauftakt gegen ihn zunächst nur zu seinem Geburtsdatum geäußert. Er sei 1989 geboren, sagte er am Freitag vor dem Landgericht Würzburg. Auf die Frage des Vorsitzenden Richters, an welchem Tag dies gewesen sei, sagte der 33-Jährige mit Hilfe einer Übersetzerin: „Ich meine, mich zu erinnern, dass meine Mutter gesagt hat, im Dezember.“

Veitshöchheim - Der Mann stammt aus Somalia. Weil er Gutachtern zufolge paranoid schizophren sein soll, will die Generalstaatsanwaltschaft München ihn dauerhaft in einer Psychiatrie unterbringen lassen.

Der Beschuldigte wirkte zu Verhandlungsbeginn etwas verloren, wohl auch wegen des großes Medieninteresses an dem Fall. Nach Angaben seines Verteidigers nimmt er Medikamente.

Der Flüchtling soll bei der Tat am 25. Juni 2021 schuldunfähig gewesen sein. Es gilt als erwiesen, dass der Mann in einem Kaufhaus drei Frauen tötete. Vier weitere Frauen, ein damals 11-jähriges Mädchen und ein 16-Jähriger überlebten die Attacke schwer verletzt. Zudem gab es drei Leichtverletzte. Einer der Angegriffenen blieb unversehrt.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen in dem Sicherungsverfahren unter anderem Mord in drei Fällen, versuchten Mord in elf Fällen und gefährliche Körperverletzung vor.

Der Prozessauftakt fand in Veitshöchheim bei Würzburg in einer Veranstaltungshalle statt, um einen coronakonformen Verlauf zu ermöglichen. dpa

Auch interessant

Kommentare