Mordprozess in Passau

36 Messerstiche: Täter soll in Psychiatrie

Passau - Vor dem Landgericht Passau hat ein Mordprozess gegen einen Mann begonnen, der eine Hausfrau mit 36 Messerstichen getötet haben soll. Der 29-Jährige gilt als psychisch gestört.

Während der Verhandlung war er an Händen und Füßen gefesselt. Zum Auftakt verweigerte er am Dienstag die Aussage. Die Staatsanwaltschaft beantragte seine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Mann die 61-jährige Frau in Untergriesbach (Landkreis Passau) erstochen und ihr Haus verwüstet. Er kannte das Opfer, hatte früher mal mit dem Sohn der Getöteten die Schulbank gedrückt. Vor Gericht wurde sein früheres Geständnis gegenüber dem Ermittlungsrichter vorgelesen. Demnach wollte sich der arbeitslose Mechaniker am Silvestertag 2013 mit seinem früheren Schulkameraden treffen. Als dessen Mutter die Tür öffnete und sagte, dass ihr Sohn nicht da sei, habe er zugestochen: „Die Antwort hat mir nicht gefallen. Deshalb gab ich ihr zwei Stiche in Brust und Bauch.“

Der Staatsanwalt sprach von einem „heimtückischen Mord“ und davon, dass der Beschuldigte wegen einer „unbehandelten Schizophrenie die Realität verkennt“. Der Mann ist wegen Alkohol- und Drogenproblemen polizeibekannt. Schon zu Jahresbeginn hatte die Polizei ihn nach weiteren Gewaltausbrüchen in die Psychiatrie gebracht. Im Bezirkskrankenhaus soll er zweimal Sicherheitsleute angegriffen haben. Der Prozess wird am 13. Oktober fortgesetzt und ist bis 11. November terminiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr als 2000 Touren: Wanderer (54) besteigt seinen Hausberg bis zu dreimal am Tag
Dort oben kennt er jeden Stein. Wanderfreund Franz Schuster hat den Lusen im Bayerischen Wald weit über 2000 Mal bestiegen. Warum?
Mehr als 2000 Touren: Wanderer (54) besteigt seinen Hausberg bis zu dreimal am Tag
Hunderte Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Bayern bereitet sich auf Terror vor 
Gleich mehrere Terroranschläge werden von Einsatzkräften seit Montag in Oberbayern inszeniert. Das Ziel: Bayern will für den Ernstfall gewappnet sein.
Hunderte Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Bayern bereitet sich auf Terror vor 
Bruder nennt neue Details: Vermisste Sophia (28) soll LKW bei Nürnberg verlassen haben
Seit vergangener Woche wird die 28-jährige Leipzigerin Sophia Lösche vermisst. Die letzte Spur führ zu einem unbekannten Lastwagenfahrer, mit dem sie in ihre bayerische …
Bruder nennt neue Details: Vermisste Sophia (28) soll LKW bei Nürnberg verlassen haben
Taucher suchten schon nach der Vermissten: Judith (14) lebt
Aufatmen in Niederbayern! Judith Maria R. lebt. Sie war seit Sonntag vermisst worden. Die Polizei suchte mit einem Foto nach der 14-Jährigen. Zudem waren am Montag …
Taucher suchten schon nach der Vermissten: Judith (14) lebt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion