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Die Zweiradfans waren eingeschneit, aber voll in ihrem Element.

4000 Motorradfahrer beim Elefantentreffen

Thurmansbang - Mehrere tausend Motorradfahrer haben am Wochenende beim Elefantentreffen in Thurmansbang (Lkr. Freyung-Grafenau) Eis und Schnee getrotzt.

Die Polizei in Straubing sprach am Sonntag von 4000 Teilnehmern und 2000 Besuchern. Zu Unfällen oder Zwischenfällen kam es nicht. Bei einer Schneehöhe von etwa einem halben Meter und Sonnenschein standen die Bedingungen für das traditionelle Zusammentreffen ohnehin gut. “Die Leute sind zufrieden; aber sie sind enger zusammengerückt, weil es so kalt ist“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Motorradfahrer (BVDM), Michael Lenzen.

Das Elefantentreffen gilt als die weltweit älteste und größte Biker-Winterzusammenkunft. Bei dem Spektakel verwandelt sich ein großes Wiesengelände jedes Jahr in ein riesiges Zeltlager im Eis. Es gibt kein großes Programm bei dem Treffen, das Wiedersehen am Lagerfeuer steht im Mittelpunkt. “Wir machen hier keine große Action“, sagte Lenzen. Zum Aufwärmen gibt es außer der Pflichtaufgabe Schneeschaufeln noch ein paar kleinere Wettbewerbe wie Tauziehen, Holzsägen und Schneeskulpturenbauen. Besonders beliebt ist das Treffen bei den Motorradfahrern aus Italien. Aber auch aus England, Frankreich, Spanien, Skandinavien, den Benelux-Staaten und dem fernen Russland zieht es jedes Jahr zahlreicher Biker in den Bayerwald.

Das erste Elefantentreffen gab es 1956 bei Stuttgart. Damals kamen zunächst nur Fahrer der Zündapp-Gespanne KS 601 zu dem Wintertreffen. Diese heute legendären Maschinen wurden von den Liebhabern auch als “Grüne Elefanten“ bezeichnet, daher der Name des Treffens. In den Jahrzehnten danach wurde das Elefantentreffen an wechselnden Orten veranstaltet, darunter auch am Nürburgring und am Salzburgring. Seit 1989 findet die Traditionsveranstaltung stets in Thurmansbang statt, in manchen Jahren kamen bis zu 8000 Besucher zu der Veranstaltung im Landkreis Freyung-Grafenau.

dpa

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