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Kerzen, Blumen, Plüschtiere und Briefe sind am Sonntag vor dem Carolinum-Gymnasium zum Gedenken an die Verletzten des Amoklaufs angebracht.

Details aus Testament von Täter Georg R./Fahnder auf der Suche nach dem Motiv fündig geworden

Amokläufer rechnete mit Tod

Ansbach - Wenige Tage nach dem Amoklauf an einem Gymnasium in Ansbach sind Fahnder auf der Suche nach dem Motiv von Georg R. offenbar fündig geworden.

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Dies meldete die Polizei am Sonntagabend. Details will sie aber erst am Montag öffentlich machen. Georg R. war am Donnerstag schwer bewaffnet in das Carolinum-Gymnasium gestürmt und hatte neun Schüler und einen Lehrer verletzt. Das im Zimmer des 18-Jährigen entdeckte Testament weist nach Einschätzung der Ermittler darauf hin, dass Georg R. davon ausging, bei dem Amoklauf getötet zu werden. Das berichtet Der Spiegel.

Bilder: Ansbach am Tag nach dem Amoklauf

Ansbach: Der Tag nach dem Amoklauf

In dem mit kantiger Handschrift verfassten Testament erkläre der Schüler, was nach seinem Tod mit seinem Leichnam und seinen Besitztümern geschehen solle. Unter anderem habe er dort angegeben, wie mit seinen selbst verfassten Geschichten und Gedichten zu verfahren sei.

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Nach Einschätzung des Nürnberger Neurologen Günter Niklewski könnten bei dem Amoklauf auch Suizidgedanken eine Rolle gespielt haben: „Der Selbstmord-Aspekt wird derzeit in der Diskussion über junge Amokläufer unterschätzt.“ Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann bestätigte, dass die Polizei bei der schnellen Überwältigung des Amokläufers von Ansbach nach einem neuen Konzept vorgegangen ist. Früher sei bei Amokläufen das Schulgelände abgesichert und gewartet worden, bis ein Spezialeinsatzkommando eintraf. Weil sich aber gezeigt habe, dass die Täter versuchen, immer mehr Opfer zu finden, habe man die Taktik geändert. „Jetzt wird so schnell wie möglich versucht, die Amoklage zu beenden.“ Unterdessen plant die Staatsregierung, mehr Sozialarbeiter und Jugendpsychologen an den Schulen einzusetzen.

tz

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