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Ein bayerisches Dekolleté mit einem Button: Darauf werden 7 Prozent Mehrwertsteuer gefordert.

Bayerische Wirte wollen niedrigere Mehrwertsteuer

München - Mit mehreren Aktionen an beliebten Touristenzielen haben sich bayerische Gastwirte am Donnerstag an einem bundesweiten Protesttag für eine niedrigere Mehrwertsteuer im Gastgewerbe beteiligt.

Die Wirte und Hoteliers fordern einen Mehrwertsteuersatz von 7 statt wie bislang 19 Prozent, um im Wettbewerb mit anderen Ländern nicht abgehängt zu werden, sagte Frank-Ulrich John vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (BHG). Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) unterstützte die Forderungen. Im ersten Quartal 2009 habe der Tourismus im Freistaat bereits einen "empfindlichen Dämpfer" hinnehmen müssen, sagte Zeil laut Mitteilung. In europäischen Nachbarländern wie Österreich, der Schweiz und Tschechien müssten die Wirte deutlich weniger Steuern auf ihre Preise aufschlagen als in Deutschland, erläuterte BHG-Sprecher John. Deutschland habe deshalb Nachteile im Wettbewerb.

Nachdem die EU vor wenigen Tagen den Weg für eine Änderung frei gemacht habe, müsse die Bundesregierung jetzt handeln. Um vor der Bundesratsentscheidung über den reduzierten Mehrwertsteuersatz am 15. Mai nochmals Druck auszuüben, protestierten die Gastronomen in Oberstdorf, Prien am Chiemsee, Passau und Waldsassen. Unter anderem sprangen Verbandsvertreter in Oberstdorf mit Fallschirmen ab oder machten Lärm mit Kuhglocken. In Passau demonstrierten Schüler in Kochuniform. Zeil forderte die Bundesregierung auf, schnell zu handeln und zudem einen Entwurf zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes vorzulegen.

lby

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