Brutaler Raubüberfall auf Rentnerehepaar geklärt

Brannenburg/Innsbruck - Ein brutaler Raubüberfall auf ein Rentnerehepaar, der sich Mitte Oktober 2008 ereignet hat, ist jetzt aufgeklärt worden.

In der Nacht von 15. auf 16. Oktober 2008 war ein 70-jähriges Ehepaar in Brannenburg auf brutalste Weise überfallen und beraubt worden. Zwei unbekannte Männer waren in das Haus der Rentner eingebrochen. Sie bedrohten ihre Opfer mit einem Messer und einer Pistole. Obwohl die Senioren ihr Bargeld an die Täter ausgehändigt hatten, wurden sie körperlich misshandelt, gefesselt und hilflos zurückgelassen. Nachdem die Täter geflüchtet waren, konnten sich die Opfer befreien und die Polizei verständigen.

Die Polizei leitete eine Fahndung ein - doch die Täter hatten saubere Arbeit geleistet: Die Spurensuche erwies sich als äußerst schwierig. Erst im Frühjahr 2009 ging bei der Kripo Rosenheim eine Anfrage des österreichischen Landeskriminalamtes zu möglichen Raubüberfällen im Raum Rosenheim ein. Die Kripo Innsbruck ermittelte seit längerer Zeit wegen Einbruchsserien in Kufstein und Innsbruck und hatte von einem ihrer Tatverdächtigen einen Hinweis erhalten.

Die Ermittler der Kripo Rosenheim stellten den Zusammenhang mit dem vorliegenden Raub fest. Die Innsbrucker Kriminaler bezogen den Fall Brannenburg in ihre Ermittlungen mit ein und konnten kurz darauf die Täter samt Hintermännern präsentieren.

Ein Deutscher, der in Kufstein einen Gebrauchtwagenhandel betreibt, hatte im Herbst 2008 seinem 28-jährigen österreichischem Bekannten den Tipp auf das Brannenburger Ehepaar gegeben. Dieser engagierte seinerseits seine beiden Bekannten, zwei 20- und 34-jährige Osteuropäer aus Innsbruck, für den Einbruch.

Das Trio heuerte noch einen 30-jährigen Kufsteiner als Fahrer an und kundschaftete das Haus der Rentner mehrmals aus. Während die beiden Osteuropäer den Einbruch und den Raub mit ihrem Fahrer begingen, waren die beiden anderen nicht direkt an der Tatausführung beteiligt. Die Beute von einigen Tausend Euro wurde unter der Bande aufgeteilt.

Wie das österreichische Landeskriminalamt mitteilte, sind die nun Inhaftierten auch in der Einbruchsserie in Tirol verdächtig. Von den deutschen Justizbehörden wurde die Auslieferung der Täter beantragt.

mm

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