Der Widerstand gegen Gabriele Pauli wächst.

„Ohne die Pauli wär's besser gewesen“

München- Die Ex-CSU-Rebellin und heutige Freie-Wähler-Politikerin Gabriele Pauli stößt mit ihrem Plan zu einer Parteineugründung in den eigenen Reihen weiter auf Kritik.

So sind die Freien Wähler (FW) in Baden-Württemberg nun für einen Parteiausschluss der bayerischen Landtagsabgeordneten. “Was die Dame tut, ist für mich ein schädigendes Verhalten gegenüber den Freien Wählern. Der Bundesverband sollte unbedingt darauf reagieren“, sagte Heinz Kälberer, FW-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, am Samstag der dpa. “Frau Pauli ist eine Egomanin, die im Mittelpunkt stehen möchte. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es ihr nicht um die Menschen geht, sondern um sich“, kommentierte Kälberer die Absicht der Ex-CSU-Politikerin, im Herbst mit einer eigenen Partei zur Bundestagswahl antreten zu wollen.

Gabriele Pauli: Die Polit-Rebellin in Bildern

Gabriele Paulis Stationen nach dem Stoiber-Sturz

“Wenn Frau Pauli wirklich auf diese Schiene setzt, können wir nicht weiter zusammenarbeiten“, sagte der bayerische FW-Fraktionschef Hubert Aiwanger dem “Spiegel“. Auch an der Basis nimmt laut dem Nachrichtenmagazin die Kritik an Pauli zu. “Ich bekomme laufend E- Mails mit dem Tenor: Ohne die Pauli wärs besser gewesen“, sagte der FW-Bundesvorsitzende Armin Grein. Jürgen Horst Dörfler, FW-Kreischef in Nürnberg, nannte Pauli eine “beratungsresistente Selbstdarstellerin“.

Die frühere Landrätin äußerte sich trotz der anhaltenden Kritik weiter entschlossen, ihren Plan zur Parteigründung in die Tat umzusetzen. “Es gibt Menschen, die alles in Frage stellen, und solche, die es einfach machen“, sagte Pauli dem “Spiegel“. “Ich habe viele Unterstützer und bekomme viele E-Mails von Menschen, die mitmachen wollen.“

dpa

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