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Studenten fordern auf einem Plakat mit dem Spruch "Reiche Eltern für alle" die Abschaffung der Studiengebühren.

Gegen Gebühren: Studenten gehen auf die Straße

Unter dem Motto "Studieren ohne Studiengebühren" (SoS) hat das gleichnamige Aktionsbündnis für diesen Mittwoch zum Protest in elf Städten aufgerufen.

In einer Petition verlangen die Studierenden die Rücknahme der Semestergebühren von bis zu 500 Euro, die im Jahr 2007 erstmals an bayerischen Hochschulen erhoben worden waren. Die Gebühren stellten vor allem für Kinder aus bildungsfernen Familien und junge Frauen "eine unüberwindbare Barriere zur Aufnahme eines Studiums" dar. Die hohen Kosten machten den familiären finanziellen Hintergrund zum maßgeblichen Kriterium bei der Auswahl des Bildungsweges nach der Hochschulreife, dies bedeute eine diskriminierende Selektion statt Chancengleichheit.

Den Anfang der Protestaktionen macht um 10 Uhr die Studentenschaft der Neuen Uni in Würzburg, gegen Mittag und am frühen Nachmittag folgen München, Coburg, Erlangen, Passau, Bamberg, Bayreuth, Nürnberg, Regensburg, Triesdorf und Freising. Die Studierendenvertretungen der Münchener Hochschulen und Universitäten sowie der landesweite Zusammenschluss der Studierendenvertretungen (LAK) Bayern fordern von der Landespolitik, den freien Zugang zur Hochschulbildung wieder herzustellen.

Dazu müssten sämtliche im Mai 2006 beschlossenen Änderungen des Bayerischen Hochschulgesetzes, die die Einführung von Studiengebühren zur Folge hatten, rückgängig gemacht werden. Unterstützt wird der Aufruf unter anderem von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern. Längst spreche der Trend wieder gegen Studiengebühren, betonte GEW-Landesvorstandsmitglied Sabine Herzig. Sie seien etwa in Hessen wieder abgeschafft worden.

dpa

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