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Noch 27 Jahre nach Tod dem Tod der 14-jährigen Kalinka sorgt der Fall in Frankreich für Wirbel.

"Gerechtigkeit für Kalinka": Brief an Merkel und Sarkozy

Paris - In einem Brief an Angela Merkel und Nicolas Sarkozy hat eine französische Initiative “Gerechtigkeit“ für die im Jahr 1982 angeblich von ihrem deutschen Stiefvater ermordete Kalinka eingefordert.

Die “Justice pour Kalinka“ rief die Bundeskanzlerin und den französischen Präsidenten am Samstag auf, die “Missstände“ in der Justiz beider Länder zu beenden, die angeblich einer Verurteilung des Täters entgegen stünden.

Kalinka Bamberski war mit 14 Jahren bei ihrem Stiefvater Dieter K. in Lindau gestorben. Der Arzt wurde 1995 in Frankreich in Abwesenheit wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ein Verfahren in Deutschland wurde aber eingestellt und K. wurde nie nach Frankreich ausgeliefert. Im Oktober hatte der leibliche Vater des Mädchens, André Bamberski, den 74-Jährigen gewaltsam nach Frankreich entführen lassen, wo er verhaftet wurde. Am Dienstag soll ein Pariser Gericht über eine Haftentlassung entscheiden.

Wegen der Entführung hat die französische Justiz ein Verfahren gegen Bamberski eingeleitet; die deutsche Justiz erließ internationalen Haftbefehl. “Soll der Kampf eines Vaters, der seit 27 Jahren alles unternimmt, damit seiner Tochter Gerechtigkeit widerfährt, auf diese seltsame Weise enden?“, fragte die Initiative. #

Die Bundesregierung setzt sich für die Freilassung von K. ein, der 1997 in einem anderen Fall wegen Vergewaltigung eines Mädchens zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. “Dr. K. wird ständig beschützt“, behauptet die Initiative. In Deutschland sei nicht wirklich ermittelt worden und die deutschen Justizbehörden hätten “Kalinkas Geschlechtsteile entfernen“ lassen. In Frankreich habe die Justiz Jahre gebraucht, um zu ermitteln. Und dann “wurde sein Prozess unter dem Druck der deutschen Botschaft mehrmals vertagt: Wir besitzen Beweise dafür.“ Beweisbar sei auch, dass die französischen Behörden den deutschen Straffreiheit für K. versprochen hätten.

dpa

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