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Die bayerische Wissenschaftsminister Martin Heubisch.

Heubisch will Studienbedingungen verbessern

München - Als Reaktion auf den Bildungsstreik will Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) die Studienbedingungen an Bayerns Hochschulen verbessern.

Die Forderung protestierender Studenten nach einer Rücknahme der Studienreform lehnt Heubisch jedoch ab. “Wir wollen die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen nicht rückgängig machen, aber wir wollen die Bedingungen verbessern“, sagte Heubisch am Wochenende in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

“Wir werden Gesprächsrunden mit Studenten und Hochschulen initiieren, um die Studiensituation in den Bachelorstudiengängen zu verbessern“, sagte Heubisch. Den Bologna-Prozess rückgängig zu machen, sei aber “nicht denkbar. Dass wir einen europäischen Hochschulrahmen brauchen, in dem die Studenten Freizügigkeit genießen, vertrete ich nachhaltig.“

Im Zuge des sogenannten Bologna-Prozesses werden in ganz Europa einheitliche Studienabschlüsse mit kürzeren Studienzeiten als früher in Deutschland üblich eingeführt. Heubisch mahnte die Hochschulleitungen, das Studium nicht zu überfrachten: “An die Hochschulen richte ich den Appell, die Modularisierung ernst zu nehmen: Dass man nicht alles in den Bachelor-Studiengang packt, was bisher in einem längeren Zeitrahmen im Diplom- oder Magisterstudiengang untergebracht war - und darauf achtet, nicht für jedes Detail eine eigene Prüfung vorzusehen. Sonst haben wir eine kürzere Studienzeit mit mehr Prüfungen. Das ist eine unglaubliche Belastung.“ Derzeit laufe deshalb eine Evaluierung, es gebe aber noch keine belastbaren Ergebnisse.

“Ich werde mich auch mit den Studentenvertretungen zusammensetzen, aber nicht im Rahmen des Bildungsstreiks“, sagte Heubisch. “Man kann in einer solchen Streiksituation nicht ernsthaft diskutieren. Aber was nicht sein soll, dass wir einfach zur Tagesordnung übergehen.“ Die Bedenken der Studenten müssten ernst genommen werden.

(dpa)

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