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Lennox, ein Labrador-Mischling wie dieser, musste qualvoll sterben.

Junger Hund bei Hitze in Auto verendet

Nürnberg - „Es ist einfach furchtbar. Der erste heiße Tag, und schon wieder passiert so etwas.“ Der Nürnberger Tierheimchef Denny Baruch hatte diese Woche eine traurige Aufgabe.

Er musste einen toten Hund bei der Polizei abholen – der erst neun Monate alte Labrador-Boxer-Mischling „Lennox“ war erstickt. Sein Besitzer hatte ihn im Auto auf einem Parkplatz zurückgelassen, mit geschlossenen Scheiben in der prallen Sonne. Es ist Mittwochmittag, Außentemperatur 23,5 Grad. In dem VW Golf auf dem Parkplatz am Nürnberger Messezentrum müssen es weit über 50 Grad sein. Passanten bemerken darin den armselig jaulenden Hund. „Er schlug verzweifelt mit dem Kopf gegen die Innenscheiben“, berichtet die Polizei.

Tierheimleiter Baruch: „Er hatte in seiner Verzweiflung schon das Trennnetz durchbrochen.“ Die Passanten trauen sich nicht selbst, die Autoscheiben einzuschlagen, sie rufen die Polizei. Als die Beamten eintreffen, ist der Hundehalter (26) schon zurück, hat Lennox ins Freie gebracht. Er ist völlig aufgelöst, versucht, den Welpen zu reanimieren. Zu spät. Um die genaue Todesursache zu klären, stellte die Polizei den toten Hund sicher, Baruch brachte ihn zur Untersuchung ins Landesamt für Gesundheit nach Erlangen. Gegen das Herrchen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Jedes Jahr kommt es zu solch tragischen Todesfällen im Auto. Baruch: Die Leute sind so dumm. Sie sagen: Mein Auto steht ja im Schatten. Daran, dass die Sonne wandert, denken sie nicht …“

ast

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