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Die Firma „Klausner“ in Landsberg: Hier wurde der junge Mann beim Schweißen angegriffen.

Mobbing brutal! Kollegen zünden Lehrling an

Landsberg - Die erste Diagnose klang niederschmetternd. „Sie meinten, dass er vielleicht nie wieder laufen kann“, sagen Freunde des Schwerverletzten.

Nach einer Woche sieht es etwas besser aus, doch es werden Narben bleiben. Narben, die Flammen bei einer Attacke am Arbeitsplatz gerissen haben: Mobbing brutal!

Es passiert vergangenen Donnerstag um 11 Uhr in einem Holz verarbeitenden Betrieb in Landsberg, in dem derzeit wegen der Wirtschaftskrise sowohl das Sägewerk als auch die Produktion steht. Dennoch gibt es immer etwas für einen Wartungstrupp aus der Schlosserei zu tun – und dieser ist im Einsatz: Azubi Mario (19) ist gerade in der Hocke und schweißt an einem Teil. Von hinten pirschen sich zwei Mitarbeiter heran, ein Kauferinger (22) und ein Landsberger (26). Jeder von ihnen sprüht ein Reinigungsspray auf die Hose des Lehrlings. Die brennbare Flüssigkeit – so ergeben die Ermittlungen – durchtränkt die Hose bis auf die Haut. Dann steckt der Ältere mit einem Feuerzeug die Hose an…

Der abscheuliche Höhepunkt der Quälerei durch seine Kollegen? Nach Informationen des Landsberger Tagblatts soll der Lehrling schon längere Zeit gemobbt worden sein. Die Hose des Azubis fing sofort Feuer. Dabei erlitt der 19-Jährige schwere Verbrennungen an den Beinen bis hinauf zum Gesäß. Er wurde mit dem Hubschrauber in die Unfallklinik Murnau geflogen. Der Polizei teilte man zunächst mit, es sei ein Betriebsunfall gewesen. Doch einem 50-jährigen Meister des Unternehmens Klausner Holz Bayern kam der Hergang komisch vor, weshalb er den angeblichen Unfall weiterverfolgte.

Die Polizei ermittelte nun auch aufgrund seiner Hinweise wegen schwerer Körperverletzung. Die Klausner-Gruppe selbst, die im engen Kontakt mit Mario und dessen Familie steht, zeigt sich aufrichtig entsetzt: „Wir verurteilen den Vorfall aufs Schärfste, wir sind entrüstet“, sagte Carsten Doehring von der Geschäftsleitung. Als Folge wurden sofort drei Mitarbeiter entlassen, darunter die Angreifer. Bei dem Dritten soll es sich um einen Mann handeln, der nicht helfend eingegriffen hatte. Mario konnte inzwischen wenigstens aus der Unfallklinik entlassen werden.

MC

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