+
So wurde das Opfer von den Schlägern zugerichtet. Seine Familie hat die Verletzungen im Krankenhaus dokumentiert.

Schläger-Duo aus U-Haft entlassen

Regensburg - Nach dem Brutalo-Angriff in Regensburg herrscht Verwunderung über die Ermittlungsrichterin: Sie ließ die beiden Schläger aus der U-Haft.

Sie hielten dem Fahndungsdruck nicht mehr stand, fühlten sich von jedem beobachtet und gejagt. Deswegen stellten sich die beiden jungen Männer (21 und 22), die am zweiten Weihnachtsfeiertag den 36-jährigen Alex S. (Name geändert) nach einem McDonald’s-Besuch fast umgebracht hätten, der Polizei. Die beiden Schläger kamen in U-Haft, gegen den Haupttäter wird sogar wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Umso verwunderlicher: Beide sind nur zwei Wochen nach der spektakulären Festnahme wieder auf freiem Fuß. Das berichtet die Mittelbayerische Zeitung. „Der Haftbefehl wurde von der Ermittlungsrichterin aufgehoben“, wird der Sprecher der Regensburger Staatsanwaltschaft, Wolfhard Meindl, zitiert. Seine Behörde sei von dem Beschluss selbst überrascht worden. „Das kam völlig unerwartet und ist absolut unverständlich.“

Opfer ins Koma geprügelt - Mit diesen Bildern wurde gefahndet

Opfer ins Koma geprügelt: Fahndung mit Videobildern

Man wolle umgehend Rechtsmittel dagegen einlegen. Verwundert ist auch der Vater des Opfers, Joachim S.: „Auch ich bin überrascht. Wir müssen aber die Entscheidung der Richterin respektieren“, so Joachim S., dessen Sohn Alex von dem Beschluss bis Sonntagabend nichts wusste. Joachim S. vermutet, „dass es sich die Richterin bei ihrer Entscheidung nicht einfach gemacht hat. Vermutlich müssen die beiden strenge Sicherheitsauflagen erfüllen.“ Die Schläger, die aus der früheren Sowjetunion stammen, aber seit kleinauf in Regensburg wohnen, haben ein umfassendes Geständnis abgelegt und wollen Wiedergutmachung leisten. Das Opfer, dem mehrere Gesichtsknochen zertrümmert wurden, wird wohl ein Lebtag unter dem Angriff leiden.

MC

Meistgelesene Artikel

Jetzt bestätigt: Wolf hat Kälber im Oberallgäu getötet
Fünf Kälber wurden in den vergangenen Tagen im Landkreis Oberallgäu gerissen. Das Landesamt für Umwelt bestätigt nun, dass der Kalb-Killer ein Wolf ist.
Jetzt bestätigt: Wolf hat Kälber im Oberallgäu getötet
Feuer in Asylheim: Polizei vermutet Brandstiftung durch Bewohner
Nach einem Brand in einer niederbayerischen Asylunterkunft hat die Polizei den mutmaßlichen Brandstifter festgenommen.
Feuer in Asylheim: Polizei vermutet Brandstiftung durch Bewohner
Mann randaliert bei Festnahme: Drei Polizisten danach dienstunfähig
Weil ihr Ex-Freund sie bedrohte, rief eine Frau aus Fürth die Polizei. Doch als die Beamten versuchten, den 24-Jährigen in Gewahrsam zu nehmen, wurde er aggressiv.  
Mann randaliert bei Festnahme: Drei Polizisten danach dienstunfähig
Auf der Gegenfahrbahn: Autofahrerin verursacht Unfall und verletzt drei Kinder 
Aus ungeklärter Ursache geriet eine 46-jährige Autofahrerin in der Nähe von Forchheim auf die Gegenfahrbahn. Dabei verletzte sie unter anderem drei Kinder.  
Auf der Gegenfahrbahn: Autofahrerin verursacht Unfall und verletzt drei Kinder 

Kommentare