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Das Waffenarsenal, das der 12-Jährige gebunkert hat.

Schüler bunkert Waffen und schießt in die Luft

Rosenheim - Ein 12-Jähriger hat im Dachboden seiner Oma heimlich ein Waffenlager angelegt. Als er übermütig mit einer Schreckschusspistole vor seinen Kumpels prahlte, wurde die Polizei auf ihn aufmerksam.

Unbemerkt hatte der 12-Jährige auf dem Dachboden im Haus seiner Großmutter in Rosenheim ein Waffenlager angelegt. Die Waffen befanden sich nach einer Erbschaft in der Familie zunächst in einem versperrten Bauernschrank. Doch daraus klaute sie der Bub.

Am 12. Mai 2009 holte der Schüler nach der Schule eine Schreckschusswaffe aus seinem Versteck - und zeigte sie seinem Kumpels. In der Nähe seiner elterlichen Wohnung präsentierte er seinen "Schatz" den Kameraden. Wie die Polizei vermutet, schoss er aus Übermut und Angeberei einmal in die Luft, bevor sich alle Kinder auf den Nachhauseweg machten.

Erst am nächsten Tag, dem 13. Mai 2009, erfuhr die Polizei von dem Vorfall. In der Schule hatte die Angelegenheit die Runde gemacht. Bei einer sofort durchgeführten Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten insgesamt neun Waffen unterschiedlicher Marken (Schreckschuss-/Gaswaffen und echte Schusswaffen) und etwa 340 Stück Munition sicher.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, wird gegen die Mutter, die die Waffen geerbt hatte, wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, da sie die Revolver und Pistolen sowie die Munition zur Aufbewahrung an die Oma übergeben hatte. Wegen illegalen Waffenbesitzes wird auch gegen die Oma sowie gegen den 12-Jährigen ermittelt. Der Schüler ist allerdings schuldunfähig ist, da er bei Begehung der Tat noch keine vierzehn Jahre alt war. Nach Einschätzung der Polizei bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung und für den Schulbereich.

mm

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