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650 Kindergärten in Bayern sollen am Montag bestreikt werden.

Kindergarten-Streik: Was Eltern tun können

München - Die Gewerkschaft Verdi hat für Anfang kommender Woche zu Streiks in 650 bayerischen Kindergärten aufgerufen. Schwerpunkt ist München. Wann Eltern die Arbeit schwänzen dürfen, erklärt eine Expertin.

Alleine im Großraum München sollen am Montag 400 kommunale Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen bleiben. Auch Mitarbeiter in Einrichtungen in Fürstenfeldbruck, Germering, Olching und Gilching werden am Montag und Dienstag die Arbeit ruhen lassen. In Nürnberg wird in 120 kommunalen Kindergärten zum Streik aufgerufen, wie Verdi-Fachbereichsleiter Dominik Schirmer am Freitag in München sagte. Gestreikt werde auch in Fürth und Erlangen. 

Für Eltern, die keine Ersatzbetreuung finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Arbeitnehmer können unter Umständen zuhause bleiben und selbst das Kind versorgen. Was dabei zu beachten ist, erklärt Arbeitsrechts-Expertin Petra Popp im Interview.

Auch für Eltern, die bis zum Montag noch nichts von dem Streik mitbekommen haben, soll vorgesorgt sein. Notbetreuungen werden organisiert: Die streikenden Erzieherinnen sollen Adressen und Telefonnummer einer Ersatzbetreuung hinterlassen. Die Gewerkschaft erwartet nicht, dass Kindergärten aus der Streikfront ausscheren: "Wir rechnen mit einer flächendeckenden Beteiligung", sagte Schirmer.

Die Reaktionen der Eltern seien bisher "überwiegend positiv" gewesen. "Es gab ein paar, die sauer sind, aber die Zustimmung überwiegt." Verdi habe Sorge getragen, dass die Eltern früh informiert wurden. "Wir haben Elternbriefe in mehreren Sprachen verschickt", sagte Schirmer.

dpa

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