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Studenten bei der Demo mit einem Protest-Schild.

Studenten protestieren gegen Studiengebühren

München/Würzburg - Tausende Studenten haben am Mittwoch bayernweit bei Demonstrationen die Abschaffung der Studiengebühren gefordert.

Nach Angaben des Aktionsbündnisses "Studieren ohne Studiengebühren" beteiligten sich mehr als 13.000 Studierende an den Protestaktionen. In München zogen die Studenten am Nachmittag zum Marienplatz, wo sie ihrem Unmut über die Gebühren lautstark Ausdruck verliehen. "Schafft die Gebühren ab" skandierten sie immer wieder. "Freie Bildung für alle" forderten sie auf Transparenten.

Bilder von der Demo in München

Studenten-Demo gegen Semestergebühren

Mit den Worten "Unchristliche, unsoziale Union" kritisierten die Studenten auf einem Plakat die CSU, die die Studiengebühren in Bayern eingeführt hatte. Am Vormittag hatten die Protestaktionen in Würzburg begonnen, wo nach Polizeiangaben 4000 Studenten für die Abschaffung der Gebühren auf die Straße gingen. Insgesamt wurde in elf bayerischen Städten demonstriert, darunter auch in kleineren Hochschulstandorten wie Triesdorf oder Coburg. Die Gebühren von bis zu 500 Euro je Semester, die seit 2007 an bayerischen Hochschulen erhoben werden können, seien vor allem für Kinder aus einkommensschwachen Familien ein zu großes Hindernis, um ein Studium aufzunehmen, betonten die Organisatoren der Demonstrationen.

Das Wissenschaftsministerium hatte die Vorwürfe bereits im Vorfeld zurückgewiesen: Die Gebührenregelungen seien sozialverträglich gestaltet. Unterstützung bekamen die Studenten dagegen von der Landtags-Opposition. "CSU und FDP sollen nicht noch mehr Ausnahmeregelungen aufstellen, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Sie sollten die Studiengebühren generell abschaffen", sagte die SPD-Abgeordnete Natascha Konen laut Mitteilung. Ulrike Gote, hochschulpolitische Sprecherin der Grünen, nannte die Gebühren "unsozial und ungerecht". Den bayerischen Hochschulen ginge zu viel Potenzial verloren, wenn Studenten aus finanziellen Gründen von einem Abschluss abgehalten würden. Auch Gabriele Pauli von den Freien Wählern forderte die Abschaffung der Studiengebühren.

dpa

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