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Der Freund des Opfers steht unter Mordverdacht.

Tod im Ferienparadies

Rosenheim - Tödliches Ende eines Traumurlaubs: Sebastian W. (22) aus dem Kreis Rosenheim ist an einem thailändischen Strand tot aufgefunden worden.

Noch ist die Todesursache unklar, doch sein Freund Florian Z. wurde von der Polizei verhaftet. Hat er seinen Spezl ermordet?

Sebastian W. und sein Freund Florian Z. (21) aus dem Raum München hatten erst einen Tag vor der Nacht, in der Sebastian starb, im Briza Beach Resort und Spa in Khao Lak nördlich der Ferieninsel Phuket eingecheckt. Am nächsten Abend waren sie am Strand, wo sie nach Informationen der Zeitung Phuket Gazette sechs junge Thailänder trafen, drei Burschen und drei Mädchen. Zusammen sollen sie den ganzen Abend gefeiert und jede Menge Alkohol getrunken haben.

Am nächsten Morgen gegen 6.30 Uhr wurde die Leiche von Sebastian W. am Strand entdeckt – mit schweren Verletzungen im Gesicht. „Er könnte in einem Kampf verwickelt gewesen sein“, so ein Polizeisprecher. Nicht weit davon entfernt hätten Beamte wenig später den schlafenden Florian Z. gefunden, berichten thailändische Medien weiter.

Ein Zeuge erzählte der Polizei, Sebastian und Florian seien in Streit geraten. Er will sogar einen Kampf gesehen haben. In thailändischen Medien ist von einem Eifersuchtsdrama eines schwulen Paares die Rede. Florian Z. soll einem der Thailänder zu nahe gekommen sein – zumindest in den Augen seines Freundes.

Laut Zeugen habe sich das Paar daraufhin kurz von der Gruppe entfernt, wenig später sei der 21-Jährige alleine zurückgekehrt und habe bis vier Uhr morgens weitergefeiert.

Florian Z. bestreitet alle Vorwürfe. Weder seien er und sein Freund ein Paar gewesen, noch habe es einen Streit gegeben. Die thailändischen Behörden haben eine Obduktion angeordnet, Florian Z. bleibt in polizeilichem Gewahrsam, bis das Ergebnis vorliegt.

Sollte die Obduktion ergeben, dass Sebastian W. getötet wurde, könnte sein Freund wegen Mordes angeklagt werden. In diesem Fall droht ihm in Thailand lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe. Die deutschen Behörden haben bislang nur von Sebastians Tod erfahren, weil sie seine Angehörigen verständigen mussten. Ermitteln werden sie erst, wenn feststehen sollte, dass der 22-Jährige ermordet wurde. In seiner Freizeit hat Sebastian W. jahrelang Kickboxen trainiert, sogar einige Titel geholt. Auf der Online-Seite seines Arbeitgebers, einer Rosenheimer Internetfirma, trauern die Kollegen um ihn: „Uns fehlen die Worte. Wir vergessen dich nie.“

Constanze Kirmaier

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