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Verlegung von Landshuter Flüchtlingen gescheitert

Landshut - Die Bewohner eines Heims für Asylbewerber in Landshut  weigerten sich am Donnerstag, vorübergehend nach Schöllnstein (Landkreis Deggendorf) umzuziehen.

“Wir haben uns daran gehalten, niemanden dazu zu zwingen“, sagte Michael Bragulla, der Sprecher der Regierung von Niederbayern. Die Flüchtlinge werden nun zunächst in Notunterkünften der Stadt Landshut unterkommen.

Die Regierungsbehörde schloss am Donnerstag das bisherige Heim, weil es nach aktuellen Untersuchungen einsturzgefährdet ist. Die Bewohner sollten zunächst nach Schöllnstein, um dann in einigen Wochen nach Landshut zurückkehren zu können. Die Regierung will bis dahin eine seit Jahren leerstehende Bundeswehrkaserne als Heim herrichten. Die Wasser- und Stromleitungen der Kaserne müssten nach dem langen Leerstand zunächst noch überprüft werden, hieß es. Für die Flüchtlinge hat die Stadt auf dem ehemaligen Militärgelände nun Notunterkünfte eingerichtet. Zunächst sind dort laut Bragulla 19 Flüchtlinge eingezogen.

Etwa 30 Asylbewerber waren bei der Räumung der alten Landshuter Holzbaracken nicht anwesend. Ob diese Männer und Frauen sich nun selbst Privatunterkünfte gesucht haben, war zunächst unbekannt. Für 20 weitere Asylbewerber hatte die Regierung schon vorab ein kleineres Wohnheim in Landshut als Alternative organisiert.

Um die Räumung hatte es einen heftigen Streit zwischen dem bayerischen Flüchtlingsrat einerseits und der Staatsregierung sowie der Regierungsbehörde in Landshut andererseits gegeben. Bragulla warf dem Rat am Donnerstag noch einmal vor, die Flüchtlinge bei deren Protest gegen einen Umzug beeinflusst zu haben. Der Flüchtlingsrat wies die Kritik zurück. Die Asylbewerber hätten schon “jahrelang unter den menschenunwürdigen Bedingungen in Landshut leiden“ müssen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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