Vier Jahre Jugendstrafe für Brandanschlag

Memmingen - Das Landgericht Memmingen hat am Freitag einen 19-Jährigen wegen schwerer Brandstiftung zu einer Jugendstrafe von vier Jahren Haft verurteilt.

Den Vorwurf des versuchten Mordes in sieben Fällen ließ das Gericht fallen, da dem Beschuldigten keine Tötungsabsicht nachgewiesen werden konnte. Der Mann aus Legau hatte im November 2008 nachts im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Lautrach (Landkreis Unterallgäu) Feuer gelegt. Sieben Bewohner mussten über eine Leiter aus den oberen Stockwerken gerettet werden. Sechs Menschen wurden dabei verletzt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Das Gericht hielt dem Brandstifter zugute, dass er seine Tat als "Dummheit" eingesehen und sich dafür entschuldigt habe. Gleichzeitig sei aber durch seinen Anschlag für die Betroffenen erhebliche Gefahr entstanden. Als Motiv hatte der geständige Angeklagte angegeben, er habe einem Hausbewohner "eins auswischen" wollen. Vor dem Anschlag hatte er immer wieder mit diesem Bewohner des Hauses gestritten. Er war aufgrund von Zeugenaussagen kurz nach der Tat in der Nähe des Hauses angetrunken festgenommen worden.

dpa

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