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Rettungskräfte bergen den 30-Jährigen aus seiner Not.

Wanderer aus Bergnot gerettet

Berchtesgaden - Die Bergwacht Berchtesgaden hat am Dienstagvormittag einen 30-jährigen Bergwanderer aus Berchtesgaden unverletzt vom Hohen Göll aus Bergnot gerettet.

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Der Mann war am Montagnachmittag auf einer Tour vom Kehlsteinhaus zum Purtschellerhaus am Mannlgrad vom Steig abgekommen und durch extrem unwegsames und absturzgefährliches Gelände tief in die Zellerschlucht abgestiegen, wo er in rund 1.400 Metern schließlich nicht mehr weiter kam. Da am Montag niemand seine Hilferufe hörte, musste er die Nacht bei nasskalter Witterung in der Felswand verbringen.

Am Dienstagvormittag meldeten mehrere Bergsteiger am Kehlsteinhaus über Notruf bei der Polizei, dass sie am Hohen Göll Hilferufe hören. Die Rettungsleitstelle Traunstein alarmierte daraufhin den Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden, der neben seiner Mannschaft auch den Polizeihubschrauber „Edelweiß 5“ anforderte. Die Besatzung nahm bei einer Zwischenlandung an der Scharitzkehlalm einen Bergwacht-Luftretter auf und konnte den Verstiegenen bei einem Suchflug im unteren Bereich der Zellerschlucht orten.

Der Mann wurde vom Bergwacht-Luftretter gesichert, per Winde in den Hubschrauber aufgenommen und aus der Wand geflogen. Da er sich einen Unterschlupf aus Latschenzweigen gebaut hatte, überstand er die Nacht am Berg trotz unzureichender Ausrüstung und niedriger Temperaturen unbeschadet. Vier Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und ein Bergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden waren rund zwei Stunden lang gefordert.

mm

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