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Beißender Qualm breitet sich über der Landshuter Altstadt aus.

Feuer in der Altstadt: Großeinsatz in Landshut

Landshut - In der Landshuter Altstadt ist am Donnerstagmorgen ein Brand ausgebrochen. Mehrere Häuser wurden evakuiert, zwölf Kinder aus der benachbarten Schule wegen Rauchvergiftungen ärztlich versorgt.

Gegen 7.30 Uhr brach das Feuer im vierten und zugleich obersten Stockwerk des Mehrfamilienhauses am Rande der Altstadt Landshut aus. Wer den Brand gemeldet hat, ist nach Angaben von Reinhold Höng, Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern, bislang unklar. Die Feuerwehr rettete die beiden Frauen, die die Brandwohnung bewohnten: eine 20-Jährige und eine 24-Jährige.

Bilder aus Landshut

Feuer in der Altstadt: Großeinsatz in Landshut

Die zwei Bewohnerinnen konnten das brennende Haus noch aus eigener Kraft verlassen. Eine 24-Jährige stand zunächst auf einem Balkon, alleine schien sie sich nicht in Sicherheit bringen zu können. Den Plan, sie über eine Drehleiter zu retten, wurde von den Rettungskräften verworfen. Auch sie wurde schließlich von den Feuerwehrleuten über das Treppenhaus ins Freie gebracht. Zwei Frauen kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus, eine ältere Hausbewohnerin wurde vorsorglich in ein Altenheim gebracht.

Am 27. Juni 2009 findet in die berühmte Landshuter Hochzeitstatt. Eine der Attraktionen des alle vier Jahre durchgeführten Spektakels ist ein Umzug - der auch an dem Brandhaus vorbei geht. 

Nach etwa einer Stunde hatten die Floriansjünger die Flammen unter Kontrolle. Zu diesem Zeitpunkt waren die Bewohner des Brandhauses und der beiden angrenzenden Wohnhäuser aber bereits evakuiert worden. Zum Problem wurde die starke Rauchentwicklung - denn beißender Qualm legte sich über weite Teile der Altstadt. Zwölf Schüler der nur etwa 150 Meter entfernten Realschule klagten über Beschwerden, fünf wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Der Unterricht in der Schule findet statt, ein Teil der Schüler mussten sogar ihre Abschlussprüfungen in Französisch absolvieren. Die mündlichen Tests wurden in einem Gebäudeteil abgehalten, der möglichst weit von dem Brandort entfernt lag.

Die Freiwillige Feuerwehr Landshut war mit über 70 Mann im Einsatz. Die Löscharbeiten sowie die weiträumige Absperrung des Hauses dauerten jedoch bis in die Mittagstunden. Weil das betroffene Wohnhaus möglicherweise einsturzgefährdet ist, bleibt die Herrngasse bis auf Weiteres gesperrt.

Der Sachschaden wird derzeit auf mindestens 300.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei Landshut hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen.

mm

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