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Rund 20 000 Beschäftigte haben am Dienstag in Bayern ihre Arbeit niedergelegt. Die IG Metall hatte zu den Warnstreiks aufgerufen.

IG Metall setzt Warnstreiks in Bayern fort - 20 000 Beteiligte

Würzburg/München - Mit Warnstreiks in Dutzenden bayerischer Betriebe hat die IG-Metall am Dienstag ihren Druck auf die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie spürbar erhöht.

So legten nach Gewerkschaftsangaben im Freistaat etwa 20 000 Beschäftigte vorübergehend die Arbeit nieder. Warnstreiks gab es unter anderem beim Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer in Würzburg, an mehreren Siemens-Standorten, bei EADS sowie bei etlichen Autozulieferern.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 750 000 Beschäftigten der Branche in der laufenden Tarifrunde acht Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten bislang 2,1 Prozent und eine Einmalzahlung, was die IG Metall ablehnt.

In Nürnberg legten etwa 5000 Metaller die Arbeit vorübergehend nieder. Betroffen waren neben drei Siemens-Standorten auch die Firmen MAN und Leistritz. Nach Polizeiangaben nahmen rund 4200 Beschäftigte an einer Kundgebung teil. Der Verkehr auf einer deswegen gesperrten Straße war dadurch erheblich behindert.

Der Nürnberger IG Metall-Chef Jürgen Wechsler kündigte an, die Warnstreiks sollten auch bei Spät-und Nachtschichten fortgesetzt werden. Nach Wechslers Angaben kam die Produktion in allen betroffenen Werken zum Stillstand. "Das tut den Firmen weh, weil sie zur Zeit zu 100 Prozent ausgelastet sind."

In Schweinfurt beteiligten sich etwa 5500 Beschäftigte der Firmen Bosch, Schaeffler, SKF und ZF Sachs an den Aktionen. Rege Beteiligung an den Warnstreiks gab es auch in Schwaben. Bei vielen Beschäftigten sei eine "kämpferische Stimmung" spürbar, sagte eine IG Metall-Sprecherin. Allein beim Augsburger Werk des Airbus-Konzerns EADS hätten 1300 Beschäftigte für etwa eine Stunde die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft kündigte für Mittwoch weitere Warnstreiks an.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie, Bertram Brossardt, sagte in München laut Mitteilung: "Warnstreiks sind veraltet, überflüssig und schädlich. Im derzeitigen Abschwung sind sie regelrecht bizarr." Es sollte jetzt um Arbeitsplatzerhalt gehen und nicht um die Durchsetzung von überzogenen Forderungen. Das Arbeitgeber-Angebot sei angemessen.

dpa/lby

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