Zimbabwe: Partei setzt Präsident Robert Mugabe ab

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Die Mieten stiegen in München rasant, trotz der Mietpreisbremse.

Entwicklung seit Einführung

Mieten steigen mehr an als vor der Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse sollte die steigenden Mieten, wie der Name schon sagt, ausbremsen. Grund genug, zwei Jahre nach der Einführung zu prüfen, was sie wirklich gebracht hat.

München - Sie sollte die Wunderwaffe gegen die immer schneller steigenden Mieten werden und Last von den Menschen nehmen – die Mietpreisbremse. Sie besagt, dass die Miete bei Neu- und Wiedervermietung von Wohnungen maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete sein darf. Aber seit ihrer Einführung im Jahr 2015 sind in 14 von 18 bayerischen Städten die Mieten stärker gestiegen als noch vor dem Inkrafttreten der Bremse (siehe Tabelle unten)! Dies ergibt eine Erhebung des Portals immowelt.de. Spitzenreiter in der Mietsteigerung sind dabei die Städte Fürstenfeldbruck und Bamberg. Lediglich in zwei größeren Städten scheint es zu funktionieren: In Regensburg etwa hat sich der Mietpreis von 2013 auf 2015 um neun Prozent erhöht, zwischen 2015 und 2017 gab es eine Preissteigerung um sechs Prozent auf 10,60 Euro pro Quadratmeter. In Rosenheim lag der Preisanstieg im ersten Halbjahr 2015 noch bei zwölf Prozent – zwischen 2015 und 2017 stieg der Preis um zehn Prozent.

„Wer seit ein paar Jahren in Fürstenfeldbruck oder Landshut zur Miete wohnt, weiß, was immer schneller steigende Mietpreise bedeuten“, so Jan-Carl Mehler von immowelt. Denn trotz Mietpreisbremse sind dort die Preise nach oben geschossen. Spitzenreiter ist Fürstenfeldbruck: Hier stiegen zwischen 2015 und dem ersten Halbjahr 2017 die Mietpreise um satte 21 Prozent.

Die Entwicklung in Städten mit Mietpreisbremse

Stadt

Mietpreis pro Quadratmeter 2017

Veränderung 2013 bis 2015

Veränderung 2015 bis 2017

Aschaffenburg

8,50 Euro

plus 4 Prozent

plus 12 Prozent

Augsburg

9,40 Euro

plus 11 Prozent

plus 13 Prozent

Bamberg

9,20 Euro

minus 5 Prozent

plus 18 Prozent

Dachau

12,20 Euro

plus 4 Prozent

plus 10 Prozent

Erding

11,40 Euro

plus 5 Prozent

plus 14 Prozent

Erlangen

10,00 Euro

plus 3 Prozent

plus 4 Prozent

Fürstenfeldbruck

11,70 Euro

plus 7 Prozent

plus 21 Prozent

Fürth

8,90 Euro

plus 5 Prozent

plus 11 Prozent

Ingolstadt

11,50 Euro

plus 9 Prozent

plus 15 Prozent

Kempten

7,60 Euro

plus 4 Prozent

plus 6 Prozent

Landsberg am Lech

9,10 Euro

0 Prozent

plus 11 Prozent

Landshut

10,00 Euro

plus 12 Prozent

plus 18 Prozent

München

17,00 Euro

plus 13 Prozent

plus 13 Prozent

Neu-Ulm

8,90 Euro

plus 5 Prozent

plus 6 Prozent

Nürnberg

9,30 Euro

plus 9 Prozent

plus 9 Prozent

Regensburg

10,60 Euro

plus 9 Prozent

plus 6 Prozent

Rosenheim

10,00 Euro

plus 12 Prozent

plus 10 Prozent

Würzburg

9,80 Euro

plus 7 Prozent

plus 11 Prozent

Quelle: Daten, von 71 900 Mietwohnungen und -häuser, die jeweils im 1. Halbjahr 2013, 2015 und 2017 auf immowelt.de inseriert worden. Mietpreise sind der Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung. Der Median teilt etwa eine aufsteigende Liste von Werten in zwei Hälften.

Mietrechner: So viel sollten sie wirklich zahlen

In einer gemeinsamen Aktion hatten tz und Münchner Merkur Münchens wahren Mietspiegel ermittelt. Auf Grundlage von über 6000 Daten unserer Leser haben wir jetzt einen eigenen Rechner entwickelt, mit dem jeder Münchner ermitteln kann, ob er zu viel oder zu wenig Miete zahlt.

mm/tz

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