Mikrobiologe: Doppelt so viele Zecken wie 2008

München - In den bayerischen FSME-Risikogebieten gibt es nach Angaben eines Mikrobiologen derzeit doppelt so viele Zecken wie noch vor einem Jahr.

Die Gesamtzahl der Zecken sei doppelt so hoch wie im Juni des Vorjahres, sagte Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am Montag in München. Auch die Zahl der gefährlichen FSME-Gehirnhautentzündungen nach Zeckenstichen habe sich nahezu verdoppelt. In den ersten zwanzig Wochen des vergangenen Jahres seien dem Robert-Koch-Institut acht Fälle gemeldet worden, im gleichen Zeitraum dieses Jahres seien es schon 14 gewesen. Zudem gebe es vermehrt adulte Zecken. Diese seien größer und könnten so mehr Viren auf den Menschen übertragen.

Das Risiko einer FSME-Infektion sei deshalb deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Dobler riet den Menschen in Bayern zu einer FSME-Schutzimpfung. Die durch Zecken übertragene Gehirnhautentzündung könne, sei sie einmal ausgebrochen, nicht mehr ursächlich behandelt werden. Zwar sei "eine Durchimpfungsrate von heuer 50 Prozent" in der bayerischen Bevölkerung "sehr erfreulich", langfristig müsse aber eine Rate wie in Österreich von 90 Prozent erreicht werden.

Fast die Hälfte der 2008 in Deutschland aufgetretenen FSME-Fälle wurden nach Angaben der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen im Freistaat registriert: Von bundesweit gut 290 Fällen traten rund 130 in Bayern auf. Dies sei eine extrem hohe Zahl. Dabei würden die Impfkosten von den Kassen voll erstattet.

dpa

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