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Bäuerin Regine Lehmeier schüttet vor einem Wahlplakat von Karl Milch aus.

Milchattacke: Doch keine Anzeige in der Watschn-Affäre

Trautmannshofen - Die Landwirtin, die nach einer Milchattacke auf einen CSU -Politikerin eine "Watschn" einstecken musste, hat doch keine Strafanzeige gegen den Mann gestellt. Die Polizei hat sich geirrt.

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Bäuerin will Watschn-Politiker anzeigen

CSU-Politiker "watscht" Bäuerin nach Milchattacke

Nach der Watschn für eine Milchbäuerin ist gegen den CSU-Bundestagsabgeordneten Alois Karl bisher noch keine Strafanzeige erstattet worden. Das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg korrigierte mit diesem Hinweis am Freitag seine anderslautende Mitteilung vom Donnerstag. Die Frau habe nur eine Anzeige bei ihrer Zeugenaussage bei der Kripo angekündigt, durch einen internen Fehler sei dies dann falsch weitergegeben worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Bauersfrau Regine Lehmeier bekräftigte aber ihre Absicht: "Die Anzeige ist formell noch nicht da, aber sie wird kommen", sagte sie. Sie habe nach den formalen Vorschriften dafür drei Monate Zeit.

Laut Polizei hatte die für höhere Milchpreise demonstrierende Bauersfrau Regine Lehmeier beim Kirchweihfest im bayerischen Trautmannshofen zehn Liter Milch über den Anzug von Karl gekippt. Daraufhin habe der Abgeordnete "reflexartig" Lehmeier gegen den Kopf geschlagen. Die Watschn ist laut Lehmeier so heftig gewesen, dass sie tagelang Schmerzen gehabt habe.

Der Vorfall ereignete sich am 14. September. Wegen der Beteiligung des Bundestagsabgeordneten ist nun die Abteilung Staatsschutz der Regensburger Kripo für die Ermittlungen zuständig. Karl hatte die Affäre nach der Auseinandersetzung zunächst mit einem Gespräch aus der Welt schaffen wollen. Seine Kontrahentin lehnte ein Treffen allerdings ab. Der 58 Jahre alte Politiker sieht sich nicht als Schuldigen. "Der Angegriffene und Attackierte bin ich", sagte er nach dem Vorfall. Karl sitzt seit vier Jahren im Bundestag, zuvor war er Oberbürgermeister in Neumarkt.

dpa

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