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Die Bauern legten den Verkehr um die CSU-Landesleitung lahm.

Milchbauern demonstrieren vor Parteizentralen

München - Mit Traktoren haben am Dienstag Milchbauern in ganz Bayern vor den Sitzen der jeweils regierenden Parteien demonstriert.

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In Münchenkamen rund 30 Milchbauern zur CSU -Landesleitung. "Der Milchmarkt braucht faire Regeln" und "Ernährungssicherheit braucht ihren fairen Preis", hieß es auf Transparenten. In einem "Brandbrief" gaben sie ihren Forderungen Nachdruck. Die Milcherzeuger wollten nicht akzeptieren, "dass die Problemstellung Milchmarkt bis nach der Bundestagswahl vertagt wird", heißt es in dem Schreiben. Hintergrund ist die Prüfung der Situation des Milchmarkts durch die EU -Kommission. Diese soll jedoch zwei Monate dauern, was die Bauern als "nicht akzeptabel" bezeichneten.

Bilder von der Demonstration in Fürstenfeldbruck

Bauern-Demo in Fürstenfeldbruck

Auch im Rest Oberbayerns verteilten Milchbauern ihre Brandbriefe. Bis zu 80 Landwirte, so die Polizei, fuhren mit ihren Traktoren an die jeweilige Geschäftsstelle oder Parteizentrale in Fürstenfeldbruck, Erding, Rosenheim, Traunstein, Miesbach, Peißenberg und Weilheim. Laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd verliefen die Aktionen friedlich und störungsfrei. Es kam allerdings zu kleineren Verkehrsbehinderungen in den Innenstädten. Da die Veranstaltungen nicht angezeigt waren, prüfen Polizei und Staatsanwaltschaft, inwieweit sie den Vorschriften des Versammlungsrechts entsprechen.

Auch in Regensburg und Augsburg gab es Proteste, wie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) mitteilte. Laut BDM handelte es sich um eine bundesweite "Überraschungsaktion", mit der die Bauern Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Eile drängen wollen.

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