Milchbauern protestieren mit Fahrt nach Brüssel

Würzburg - Mit einer Schlepperfahrt nach Brüssel protestieren Milchbauern aus ganz Bayern gegen niedrige Milchpreise.

In Würzburg kamen am Dienstag nach Angaben eines Teilnehmers Landwirte mit etwa 25 Traktoren zusammen, um sich an der Sternfahrt zu beteiligen. In Brüssel planen sie für Ende dieser Woche eine Protestaktion anlässlich eines Treffens der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union. Zu den Protesten der Milchviehalter werden Landwirte aus ganz Deutschland und der EU erwartet.

Ziel des Protests sei es, "den Markt endlich wieder ins Lot zu bringen", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), Romuald Schaber. Die Lagerbestände von Milchprodukten würden immer größer und die Preise schlechter. Um das zu ändern, fordern die Landwirte eine Verringerung der Milchmengen in der EU um fünf Prozent. Nach Schabers Worten bekommen die Landwirte derzeit etwa 20 Cent für einen Liter Milch. In der EU lagerten mindestens 80.000 Tonnen Butter und 180.000 Tonnen Magermilchpulver.

Nach Verbandsangaben will sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während des Treffens des Europäischen Rats am Donnerstag und Freitag (18. und 19. Juni) zu den Milchpreisen äußern. An beiden Tagen wollen die Milchbauern in Brüssel demonstrieren. Die ersten deutschen Teilnehmer der Schleppersternfahrt hatten sich bereits am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern in Bewegung gesetzt.

dpa

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