+
Eine öffentliche Ausstellung des Elefanten ist frühestens in zwei Jahren möglich

15 Millionen Jahre alter "Ur-Elefant" vorgestellt

Augsburg - Im Augsburger Naturmuseum ist der Fund eines rund 15 Millionen Jahre alten “Ur-Elefanten“ vorgestellt worden.

Das Besondere an dem Fund: “Er ist relativ komplett erhalten“, sagte Museumsleiter Michael Rummel am Dienstag in Augsburg. Bislang seien zwar bereits einzelne Zähne und Teile von Schaufelzahnelefanten entdeckt worden. “Doch erst mit diesem Fund hier konnte gesagt werden: Das ist ein ganzes Individuum.“

Mitarbeiter des Naturmuseums bargen über den Zeitraum von rund zwei Jahren Unter- und Oberkiefer mit je zwei Stoßzähnen, Rippenteile, Becken und Füße des “Ur-Elefanten“. Die Skelettteile konnten mit Gips und Gitter sicher verpackt und nach Augsburg transportiert werden. Mehrere Jahre wurden sie dort für nun folgende wissenschaftliche Untersuchungen präpariert.

Die rund 1,5 Meter langen Stoßzähne wurden im Jahr 2002 von dem Museumsmitarbeiter Hans-Joachim Gregor zufällig in einer Sandgrube in Junkenhofen bei Schrobenhausen entdeckt. Es sei bekannt, dass heutige afrikanische Elefanten etwa 50 Zentimeter lange Stoßzähne hätten, sagte Rummel. Es sei nun die Aufgabe von Wissenschaftlern herauszufinden, warum sich der Unterkiefer und die Stoßzähne im Laufe der Jahrhunderte derart veränderten.

Eine öffentliche Ausstellung des “Ur-Elefanten“ sei nach Abschluss der wissenschaftlichen Arbeiten in rund zwei Jahren geplant, sagte Rummel. Dann können die Forscher möglicherweise auch Auskunft darüber geben, ob der Elefant einen Rüssel hatte und wenn ja, wie lange er gewesen sein muss und ob er vergleichbar ist mit dem Rüssel heutiger Elefanten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bis zu 16 Grad - und dann kommt Sturmtief „Helene“
Offizieller Frühlingsanfang ist eigentlich erst Mitte März. Aber diese Woche verabschieden sich der Winter und Frau Holle definitiv in den Urlaub. An den Alpen wird es …
Bis zu 16 Grad - und dann kommt Sturmtief „Helene“
Wetter-App soll schuld sein: Chiemgauer neun Tage in dieser Mini-Hütte gefangen 
Eine unglaubliche Geschichte aus den Ostalpen: Ein Traunreuter musste mehrere Tage ohne Essen in einer Biwak-Hütte ausharren. 
Wetter-App soll schuld sein: Chiemgauer neun Tage in dieser Mini-Hütte gefangen 
Staubilanz 2017: Viele Rekorde in Bayern - das war der schlimmste Tag
Donnerstage sind schlimm, die A 8 ist schlimm – und am schlimmsten ist beziehungsweise war der Tag vor einem bestimmten Feiertag. Der ADAC hat seine Staubilanz 2017 …
Staubilanz 2017: Viele Rekorde in Bayern - das war der schlimmste Tag
20-Jähriger stirbt bei Zusammenprall mit Lkw - B22 gesperrt
Beim Zusammenprall eines Kleintransporters mit einem Lastwagen auf der Bundesstraße 22 im Kreis Cham ist ein junger Mann gestorben.
20-Jähriger stirbt bei Zusammenprall mit Lkw - B22 gesperrt

Kommentare