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Häufig finden Zollbeamte, die im Grenzbereich von Deutschland und der Schweiz kontrollieren, statt zu verzollender Waren Schwarzgeld (Symbolfoto).

Der Zug der Millionen-Schmuggler

Lindau/Ulm - Bei einer Kontrolle im Zug von Zürich nach München haben Zollbeamte Geldwäsche-Geschäfte in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro aufgedeckt. Die Zöllner nahmen gleich vier Schmuggler hoch.

Zollfahnder sind bei Geldwäsche-Kontrollen in einem Zug zwischen Zürich und München auf die ungewöhnlich hohe Geldsumme von fünf Millionen Euro gestoßen. Das teilte das Hauptzollamt Ulm mit.

Die Zöllner trafen bei den Kontrollen zunächst auf zwei Männer aus dem Raum München. Während der eine Unterlagen über Vermögen in Griechenland in Höhe von rund 240 000 Euro im Gepäck hatte, trug der andere Unterlagen über eine Liechtensteiner Stiftung mit einem ausgewiesenen Vermögen von knapp drei Millionen Euro mit sich. Ein Geschäftsmann, der als Berater für eine Privatbank tätig ist und in Richtung Schweiz unterwegs war, hatte einen Vertrag über 1,75 Millionen Euro Anlagevermögen bei sich. Bei einem weiteren Reisenden entdeckten die Beamten Bargeld in Höhe von 25 000 Euro, das nicht angemeldet war.

Vom Tellerwäscher zum Schmuggler

Der Mann, der die 25 000 Euro in bar mit sich führte, gab an, das Geld beim Tellerwaschen in Deutschland verdient zu haben und in seine osteuropäische Heimat bringen zu wollen. Nach Angaben des Hauptzollamtes gehört es für die Zollfahnder inzwischen zum Tagesgeschäft, Menschen bei dem Versuch, Schwarzgeld mit dem Zug ins Ausland zu bringen. “Dass es in einer Schicht mehrere Millionen sind, ist schon außergewöhnlich“, hieß es in der Mitteilung. Die zuständigen Finanzbehörden werden informiert.

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