Rathaus in der Altstadt Miltenberg
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Rathaus in der Altstadt Miltenberg

Zwischen Spessart und Odenwald

Miltenberg

Für Besucher und Einwohner ist Miltenberg mehr als eine mittelalterliche Sehenswürdigkeit. Die geschichtsträchtige Stadt versteht sich als Pulsgeber einer lebendigen und wirtschaftlich starken Region im churfränkischen Raum.

  • Das im churfränkischen Raum gelegene Miltenberg am Main blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte der Besiedlung zurück.
  • Im Fachwerkgewand bewahrt die moderne Stadt Miltenberg ihre Sehenswürdigkeiten und ihr kulturelles Erbe.
  • In bester Lage verbindet die Genussmetropole Miltenberg nachhaltige Verkehrspolitik und zukunftsorientierte Wirtschaftskraft mit hoher Lebensqualität.

Miltenberg – Zwischen der hügeligen Landschaft von Spessart und Odenwald an den Ufern des Mains gelegen, bildet die Stadt den Mittelpunkt der „Drei am Main“: Miltenberg, Bürgstadt und Kleinheubach. Die Häuser der Altstadt von Miltenberg mit ihrem wunderschönen Fachwerk aus dem Mittelalter verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme, der neben dem vielfältigen kulturellen Leben wie ein Magnet auf Touristen wirkt. Bekannt als „Bayerischer Genussort“ bietet Miltenberg, das an der Deutschen Fachwerkstraße liegt, neben den vielen Sehenswürdigkeiten kulinarische Gaumenfreuden aus der Weinregion Churfranken, die in den urigen Winzerstuben und Häckerwirtschaften der regionalen Winzer sowie den Restaurants der Altstadt auf der Karte stehen.

Miltenberg: Geschichte und Namensgebung

Die ersten Siedlungsspuren der Kelten und später der Römer im heutigen Miltenberg reichen von 1200 bis 700 v. Chr. bis ins frühe Mittelalter zurück. Die Römer errichteten zunächst einen Merkurtempel auf einem keltischen Ringwall und später ein Kastell. Das Römerkastell, das an den Limes angeschlossen war, bestand bis Anfang des 3. Jahrhunderts n. Chr. und zerfiel nach dem Abzug der Römer. Erst im frühen Mittelalter lassen sich wieder Besiedlungsspuren nachweisen. Auf den Ruinen des Römerkastells entstand eine Vorläufersiedlung der Stadt Miltenberg, das „Oppidum Walehusen“.

Die Mildenburg wurde im Jahr 1226 das erste Mal urkundlich erwähnt und ist der Namensgeber von Miltenberg. Der Mainzer Erzbischof ließ die Burg Ende des 12. Jahrhunderts zur östlichen Grenzsicherung auf dem nördlichen Vorsprung des Greinbergs errichten. Die Stadt am Fuße der Mildenburg bekam ihre Stadtmauer aus Stein und ihre 50 Tore und Türme etwa 40 Jahre später. Ein Drittel der einstigen Befestigung ist noch heute im Stadtbild erhalten. Das Würzburger Tor begrenzt die Stadt im Osten, das Mainzer Tor im Westen und das Schwertfeger Tor bildete den Abschluss der inneren Westvorstadt. Die erste Erwähnung des Mainzer Tores und damit von Miltenberg selbst erfolgte 1379. Entlang des Burgwegs oberhalb der Altstadt verlaufen noch Teile der alten Stadtmauer, von der Türme, Wehrgänge und Rundbögen erhalten geblieben sind.

Sehenswürdigkeiten in Miltenberg und Umgebung

Zum Genuss in Miltenberg steuert Bürgstadt seine sonnenverwöhnten Weine bei und hält mit der Martinskapelle und der Churfrankenvinothek zwei Sehenswürdigkeiten parat. Der Dritte im Bunde ist Kleinheubach mit seinem großzügigen englischen Landschaftsgarten des fürstlichen Schlosses, in dem das Sommertheater von Lilli Chapeau stattfindet. Die große Palette an Freizeit- und Kulturangeboten, die von Konzert- und Museumsbesuchen über Stadtführungen und Rundgänge bis hin zu sportlichen Aktivitäten oder Schiffsfahrten auf dem Main reichen, ergänzen das reichhaltige Angebot der Stadt.

Diese Highlights in Miltenberg und Umgebung stellen eine Auswahl dar:

  • Museum Stadt Miltenberg – Bayerischer Museumspreis 1999
  • Museum Burg Miltenberg – Förderpreis Kulturstiftung Unterfranken 2012
  • Stadtführungen zum Schnatterloch, Schwarzviertel sowie zum Gasthaus Zum Riesen
  • St. Jakobus-Kirche – Frühzeit Miltenbergs, 13. Jahrhundert
  • Stadtführungen entlang der Stadtmauer zum Mainzer Tor und Würzburger Tor
  • Martinskapelle in Bürgstadt
  • Churfrankenvinothek in Bürgstadt
  • englischer Landschaftsgarten und Fürstliches Schloss in Kleinheubach
  • Sommertheater von Lilli Chapeau in Kleinheubach

Miltenberg: Kulturelle Highlights

Das preisgekrönte Museum „Stadt Miltenberg“ gilt als eines der schönsten Museen Bayerns und erhielt 1999 den Bayerischen Museumspreis. Hoch über der Stadt thront die Mildenburg. Sie ist selbst eine Sehenswürdigkeit und beherbergt dazu ein weiteres Museum in den alten Gemäuern, das 2012 den Förderpreis der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken gewann. Der historische Marktplatz von Miltenberg, fälschlicherweise oft als „Schnatterloch“ bezeichnet, führt auf ein weitverbreitetes Missverständnis zurück. Das „Schnatterloch“ ist der Durchgang des Turms, der oberhalb des Marktplatzes steht und den Namen Schnatterlochturm trägt. Der hinter dem Schnatterloch liegende Weg führt in den Wald und hoch zur Mildenburg.

Im Zentrum der Stadt findet sich der älteste Teil Miltenbergs, das sogenannte Schwarzviertel. Hier reihen sich gemütliche Kneipen und Restaurants eng aneinander und schöne Ladengeschäfte laden zu ausgedehnten Shoppingtouren in die Altstadt ein. Ein weiteres Highlight ist das Hotel „Zum Riesen“, das, 1158 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, laut Inschrift das älteste Gasthaus in Deutschland ist.

Regionaler Weinanbau aus Tradition

Churfranken ist als Heimat der besten Spätburgunder bekannt. Die tief verwurzelte Identität des Weinanbaus im churfränkischen Raum, die über Jahrhunderte gewachsen ist, trug dazu bei, unterschiedliche Rebsorten zu kultivieren. Ob spritziger Riesling, kräftiger Gewürztraminer und Früh- und Spätburgunder oder vollmundiger Merlot: Die Erfahrung und das Engagement der ansässigen Winzer sowie die eisenhaltigen Buntsandsteinböden bilden dessen profunde Basis. Miltenberg und die churfränkische Weinbauregion ergänzen dies mit ihrer gastronomischen Vielfalt. Viele der churfränkischen Winzer sind mit ihren hochkarätigen Weinen in den bekannten Weinführern „Gault Millau“ sowie im „Eichelmann“ vertreten. Alteingesessene Winzerfamilien, die in kleinen Flächen Reben anbauen, stellen qualitativ hochwertige Weine mit elegantem Bou­quet her, inklusive Ausschank in den urgemütlichen Häckerwirtschaften. Der Direktvertrieb und die Belieferung der regionalen Gastronomie tragen zum hervorragenden Ruf der Weinregion bei. Die Weinvielfalt präsentiert sich bei Weinproben, örtlichen Weinfesten und auf der größten Leistungsschau der churfränkischen Winzer, dem alljährlich ausgerichteten „Churfranken Genussfestival“ in Miltenberg.

Veranstaltungen der Churfränkischen Weinkultur:

  • Churfranken Genussfestival in Miltenberg
  • Weinverkostung im Gewölbekeller Miltenberg
  • Erlebnisweinprobe im Weinberg Miltenberg
  • Weinherbst auf dem Engelplatz Miltenberg
  • Weinkulturnacht in Bürgstadt
  • Weinmarkt im Rathaus von Bürgstadt

Die Webseiten der churfränkischen Region und der Stadt Miltenberg geben über diese kurze Auflistung hinaus detaillierte Informationen zu Veranstaltungen, Weinfesten und Weinproben.

Entspannung und Sport in der Natur

Wer Entspannung und Sportmöglichkeiten sucht, ist am Südufer des Mainvierecks ebenfalls gut aufgehoben. Die malerischen Ufer laden zum Spazieren, Joggen, Angeln, Wandern oder zu Radtouren ein. In der Stadt Miltenberg beginnt der 180 Kilometer lange Jakobsweg Main-Taubertal, der in Ansbach endet. Am Schnatterloch startet der Nibelungensteig, ein 130 Kilometer langer Fernwanderweg. Der fränkische Marienweg, der ebenfalls durch Miltenberg führt, ist mit 794 Kilometern die längste Herausforderung für Wanderwillige, gefolgt vom Limes-Wanderweg. Im Stadtteil Breitendiel entlang der Mud beginnt der 225 Kilometer lange Drei-Länder-Radweg. An Miltenberg vorbei führt der knapp 600 Kilometer reichende Main-Radweg von beiden Quellen des Mains bis zu deren Mündung in den Rhein bei Mainz.

Stadt Miltenberg: Wirtschaft, Politik und Industrie

Miltenberg ist die Kreisstadt des Landkreises Miltenberg und gehört seit 1816 zu Bayern und zum Regierungsbezirk Unterfranken. Mit nahezu 23.000 Einwohnern bilden Miltenberg, Bürgstadt und Kleinheubach die „Drei am Main“. Die Wirtschaftskraft der Region verdanken die drei Städte vorwiegend dem florierenden Tourismus, der als Jobmaschine den Dienstleistungssektor beflügelt.

Die starke churfränkische Weinbautradition bildet eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft, und die hohe Wohn- und Lebensqualität der reizvollen Mittelgebirgslandschaft zieht ebenfalls qualifizierte Arbeitnehmer/innen in den Landkreis Miltenberg. Daher ist für die Lokal- und Landespolitik der nachhaltige und zügige Ausbau der Verkehrswegeinfrastruktur ein wichtiges Ziel. Das gut ausgebaute Straßennetz der zum Teil vierspurigen Bundesstraße B469 bietet zusammen mit der Maintalbahn eine schnelle Verkehrsanbindung. Gute Verbindungen gibt es zwischen Obernburg, Elsenfeld und Aschaffenburg sowie Amorbach, Walldürn, Stadtprozelten und Wertheim. Überlandbusse verkehren zwischen Wertheim, Aschaffenburg und Würzburg und ergänzen das Angebot. Die zahlreichen Gewerbebetriebe des Mittelstands runden das Portfolio ab. Sie schaffen nachhaltige Arbeitsplätze mit großer Vielfalt innerhalb des Landkreises Miltenberg.

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