Großfahndung: 12-Jähriger nach Bayern-Spiel vermisst

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Bei einer Polizeikontrolle am Montag wurden diese Welpen beschlagnahmt.

Illegaler Welpen-Handel

Ministerium rudert zurück: Geschmuggelte Welpen dürfen bleiben

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München/Fraunberg – Mehr als 200 kranke und viele zu junge Hundebabys: Tierschützer fürchteten, dass die Tiere in ihre Herkunftsländer zurückmüssen – und damit in ein ungewisses Schicksal. Das bayerische Verbraucherministerium ruderte nun erst einmal zurück.

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf feierte gestern Geburtstag, den 48. Hoffentlich checkte sie ihre Facebook-Seite nicht. Denn dort tobte ein Shitstorm – wegen der 217 Welpen, die in Piding aus den Händen von Schmugglern befreit wurden und nun angeblich aus Deutschland wieder raus müssen. So ein Sturm hört sich dann so an: „Wie können Sie (Scharf) veranlassen, dass die Welpen zurückgeschickt werden? Sie schicken diese Hunde in den Tod!“

Am Freitag hatte die Bundespolizei in Piding 217 Welpen, 48 Zebrafinken und 20 Pantherschildkröten in zwei osteuropäischen Transportern entdeckt (wir berichteten). Die Viecherl wurden später auf Tierheime in ganz Bayern verteilt, so bekam Nürnberg 34 Welpen und sämtliche Vögel ab, die Schildkröten dazu. Winhöring erhielt 13 Hunde. Offenbar sind deswegen die Refugien an ihre Grenzen gelangt. So schrieb der Deutsche Tierschutzbund: „Durch die Rettungsaktionen sind die bayerischen Tierheime überfüllt, es droht der Kollaps des praktischen Tierschutzes.“ Weiter informierte die Organisation darüber, dass alle Welpen der beiden Tiertransporte nach Ungarn und in die Slowakei zurückgeschickt werden können – „sofern sie transportfähig sind“. Bedeutet dies nun: Die Welpen werden abgeschoben? Der Tierschutzbund sorgt sich um die Vierbeiner. Er nennt gleichzeitig, wer den Rücktransport durchführen will. „Die zuständige Umweltministerin Bayerns, Ulrike Scharf …“ Im Grund gehe es darum, dass Bayern und die Behörden nicht in eine Betreuungs- und Zahlungspflicht kommen wollten.

"Mit der Härte es Gesetzes muss durchgegriffen werden"

Allerdings relativierte gestern das Umweltministerium das erschreckende Szenario. Ein Sprecher sagte der tz: „Eine Rückführung dieser illegal eingeführten Tiere ist nicht geplant. Eine Rückführung kommt nur dann in Frage, wenn gewährleistet ist, dass den Tieren dadurch keine vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zugefügt werden.“ Allerdings wird eingeschränkt: „Ob diese im Einzelfall gegeben ist, obliegt der Beurteilung durch die zuständige Behörde vor Ort.“ Die in Fraunberg (Kreis Erding) lebende Ministerin Scharf empörte sich über Schmuggler und deren Hintermänner: „Um illegalen Tierhändlern das Handwerk zu legen, muss mit der Härte des Gesetzes durchgegriffen werden.“

Die Tierfreunde wollen ihre Aktionen erst beenden, wenn für die Welpen ein glückliches Ende gesichert ist. Gabriele Schwaiger-Weiß (63) vom Tierschutzverein Bad Reichenhall sagt, „es ist jetzt das Wichtigste, dass die Viecherl bleiben dürfen“. Wenn sie zurückgeführt werden, „kommen sie mit dem nächsten Transport zurück“.

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, zeigte sich nach der Entscheidung des Ministeriums erleichtert: „Wir atmen tief durch, aber Sorgen bleiben.“ Die schwierige Betreuung der Tiere stehe nun im Mittelpunkt. Es sei offen, wer am Ende die Kosten dafür trage.

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