Thomas Failer (l.) bekam von Horst Seehofer die Christophorus-Medaille.

Seehofer verteilt Medaillen

140 selbstlose bayerische Lebensretter geehrt

München - Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat am Mittwoch 140 Lebensretter ausgezeichnet. „Ihr selbstloser Einsatz ist das Rückgrat unserer Gesellschaft“, sagte Seehofer.

Mit der Bayerischen Rettungsmedaille ehrte er am Mittwoch in der Münchner Residenz 88 Helfer, die ihr eigenes Leben riskiert hatten, um Menschen zum Beispiel aus brennenden Häusern zu retten. 52 Bayern erhielten die Christophorus-Medaille. „Ihr selbstloser Einsatz ist das Rückgrat unserer Gesellschaft“, sagte Seehofer.

Thomas Failer zählte zu den jüngsten Würdenträgern. Der 13-Jährige hatte rechtzeitig Hilfe gerufen, als eine Frau auf offener Straße im Landkreis Schwandorf einen Herzinfarkt erlitten hatte. „Das ist doch selbstverständlich“, sagte er. „In der Schule habe ich das nicht erzählt.“

Hier lesen Sie die Geschichten einiger Menschen aus der Region.

Auch der 82-jährige Adolf Högl und älteste Retter gab sich bescheiden: „Wenn etwas passiert, muss man handeln.“ Ein Ferrari war beim Überholen auf einer Landstraße bei Eichstätt frontal in sein Auto gefahren. Obwohl Högl selbst sechs Rippen gebrochen hatte, befreite er den Unfallverursacher aus dem brennenden Auto und löschte das Feuer in seinen Haaren mit den eigenen Händen.

Die 18-jährige Constanze Richter hatte 20 Schülern im Schulbus in Prien das Leben gerettet: Sie hatte bemerkt, dass der Fahrer bewusstlos wurde und mit der Hand auf dem Bremspedal den Bus zum Stehen gebracht.

dpa

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