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Ein Paar steht vor Gericht, weil es die eigene Tochter missbraucht haben soll.

Missbrauch der eigenen Tochter: Eltern vor Gericht

München - Ein 51-Jähriger soll seine geistig zurückgebliebene Stieftochter missbraucht haben. Die Mutter des Opfers habe davon gewusst. Sie soll das Mädchen sogar aufgefordert haben, sich ihrem Mann zu fügen. Jetzt hat der Prozess vor dem Münchner Landgericht begonnen.    

Vor dem Münchner Landgericht hat der Prozess gegen ein Ehepaar wegen Missbrauchs der Tochter der Frau begonnen. Der 51 Jahre alte Stiefvater soll sich 15 Mal an dem 15 Jahre alten und geistig zurückgebliebenen Mädchen vergangen haben. In einem Fall war laut Anklage die 45 Jahre alte Mutter anwesend und forderte die Tochter auf, ihrem Mann zu Willen zu sein.

Ferner sollen beide den Teenager mit Gürtel, Schuhlöffel und Kochlöffel geschlagen haben. Beide machten zum Prozessauftakt am Mittwoch von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Das Opfer ist einem Gutachten zufolge minderbegabt und emotional instabil. Das Mädchen war der Staatsanwaltschaft zufolge geistig zu einer "eigenverantwortlichen Entscheidung über die Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen nicht in der Lage". Das habe insbesondere der Mann ausgenutzt. Zu den ersten Übergriffen kam es laut Anklage, als die Mutter außer Haus war. Der asthmakranke Stiefvater lag nachmittags meistens im Bett. Er soll seine Stieftochter ins Schlafzimmer gerufen und aufgefordert haben, sich zu ihm ins Bett zu legen.

In einem Fall ließen die Angeklagten die Tochter beim Geschlechtsverkehr zuschauen. Anschließend soll die Mutter sie zu Sex mit dem Stiefvater aufgefordert haben. Gegen das Ehepaar wird voraussichtlich vier Tage lang verhandelt. 

dpa

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