Missbrauch auch im Internat am Ammersee

Schondorf - Ein Lehrer eines Landeserziehungsheims am Ammersee hat 1994 einen Schüler sexuell missbraucht. Der Junge litt deshalb unter einer gravierenden “Wesensveränderung".

Im Skandal um sexuellen Missbrauch an Schulen ist nach einem Bericht der “Frankfurter Rundschau“ auch ein Landeserziehungsheim im oberbayerischen Schondorf am Ammersee betroffen. Der ehemalige Internats-Leiter Rolf Mantler bestätigte danach der Zeitung einen Fall aus dem Jahr 1994.

Chronologie der Missbrauchsfälle

Chronologie der Missbrauchsfälle

Damals hätten sich Eltern eines Schülers an ihn gewandt, weil sie eine gravierende “Wesensveränderung“ ihres Sohnes bemerkt hätten. Nach intensiven Gesprächen habe der “begründbare dringende Verdacht“ bestanden, dass der Schüler von dem Pädagogen sexuell missbraucht worden sei. Der Lehrer für Deutsch und Religion sei daraufhin sofort entlassen worden.

Die in der Vereinigung der Deutschen Landerziehungsheime zusammengeschlossenen Internats-Leiter wollen am heutigen Donnerstag in Frankfurt am Main über den sich ausweitenden Missbrauchskandal beraten. Zu der Vereinigung gehören 21 Internate, darunter die Odenwaldschule, Schloss Salem und das Landheim Schondorf. Sexuelle Übergriffe durch Lehrer seien Ausdruck einer “Beziehungsunkultur“, sagte Verbandsleiterin Erika Risse der FR.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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