Missbrauch: Neue Vorwürfe im Erzbistum Bamberg

Bamberg - Neue Missbrauchsvorwürfe gibt es nun auch im Erzbistum Bamberg. Ob es sich um sexuelle Übergriffe oder gewaltsame Erziehungsmaßnahmen handelt, ist derzeit noch unklar.

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Das erzbischöfliche Ordinariat in Bamberg bestätigte am Donnerstag den Eingang von drei E-Mails, in denen Vorfälle im Internat Aufseesianum in den 1960er und 1970er Jahren beklagt werden. “Wir wissen aber nicht, ob es es sich um sexuelle Übergriffe, verfehlte pädagogische Maßnahmen oder Gewalt handelt“, sagte Bistumssprecher Michael Kleiner. Die Mails seien an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden.

Chronologie der Missbrauchsfälle

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Nur in einem der drei Fälle sei ein konkreter Name genannt worden. Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen im ehemaligen Bamberger Internat Ottonianum hatte bereits Mitte 2008 zum Rücktritt eines Domkapitulars des Erzbistums geführt. Wie die Ermittlungen ergaben, soll der mittlerweile 65-Jährige in dem Schülerwohnheim zwischen 1978 und 1984 in zehn Fällen sexuelle Handlungen an Kindern unter 14 Jahren vorgenommen haben. Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft im Januar 2009 trotz hinreichenden Tatverdachts wegen Verjährung eingestellt.

dpa

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