Für vier Jahreund zehn Monate muss ein 55-Jähriger, der seine Stieftochter missbraucht hat, hinter Gitter.

Das Missbrauchs-Opfer ist heute depressiv

Nürnberg - Noch heute leidet sein Opfer an den Folgen: Wegen sexuellen Missbrauchs seiner Stieftochter ist in Nürnberg ein 55 Jahre alter Automechaniker zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.

Der Angeklagte räumte in dem eintägigen Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ein, sich an der heute 14 Jahre alten Tochter seiner Lebensgefährtin zwölfmal vergangen zu haben - zweimal davon sei es zum Geschlechtsverkehr gekommen. Dabei habe er die häufige Berufstätigkeit seiner Lebensgefährtin am Wochenende schamlos für seine Übergriffe ausgenutzt, berichtete die Staatsanwaltschaft. Nach Ansicht der Ermittler waren die zwölf aktenkundigen Fälle nur die Spitze des Eisbergs.

Nach Einschätzung von Gutachtern leidet das 14 Jahre alte Opfer noch immer unter den Missbrauchsfolgen: Das Mädchen sei depressiv, trage sich mit Selbstmordgedanken und habe die Neigung, sich selbst Schnittverletzungen zuzufügen. Diese Symptome deuteten darauf hin, dass die 14-Jährige ihre schrecklichen Erlebnisse in den Jahren 2007 und 2008 noch immer nicht verarbeitet habe.

Das Landgericht wertete das Geständnis des Nürnbergers, der mit Mutter und Tochter gemeinsam in einer Wohnung lebte, als strafmildernd. Der 55-Jährige war im März 2009 festgenommen worden; seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

dpa

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