13 Frauen betroffen

Missbrauchs-Prozess gegen ehemaligen Chefarzt beginnt im April

Bamberg - Im mutmaßlichen Missbrauchskandal am Bamberger Klinikum beginnt der Prozess gegen einen ehemaligen Chefarzt am 7. April.

Die Strafkammer des Landgerichts habe die Anklage zugelassen, teilte ein Justizsprecher am Donnerstag mit. Ein Urteil dürfte Ende Mai fallen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Arzt Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor. Er soll Frauen unter dem Vorwand einer angeblichen medizinischen Studie untersucht und sich dabei an ihnen vergangen haben. Zuvor soll er sie mit Medikamenten ruhiggestellt haben. Der inzwischen entlassene Chef der Klinik für Gefäßchirurgie hat die Vorwürfe bestritten und erklärt, nur medizinisch notwendige Untersuchungen vorgenommen zu haben.

Bei den mutmaßlichen Opfern handelt es sich um 13 Frauen im Alter von 17 bis 28 Jahren. Zehn waren Patientinnen des Arztes, zwei Mitarbeiterinnen im Bamberger Krankenhaus, eine Frau stammt aus dem privaten Umfeld des Mediziners. Die Taten soll der 48-Jährige von September 2008 bis Juli 2014 begangen haben. Eine Medizinstudentin, die im Bamberger Krankenhaus ein Praktikum gemacht hatte, hatte den Fall ans Licht gebracht.

dpa

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