Mindestens fünf Minderjährige

Missbrauchsvorwürfe gegen Nördlinger Stadtpfarrer weiten sich aus

Die Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Stadtpfarrer von Nördlingen haben sich ausgeweitet. Der 68-Jährige soll sich an mindestens fünf Minderjährigen vergangen haben.

Augsburg/Nördlingen - Die Missbrauchsvorwürfe gegen einen inzwischen entpflichteten Priester aus Nördlingen werden umfangreicher. Laut Medienberichten ist die Zahl mutmaßlicher Opfer, die als Minderjährige von dem heute 68-Jährigen missbraucht worden sein sollen, auf fünf gestiegen. Drei Betroffene hätten sich selbst gemeldet, zwei habe der Priester genannt. 

Ein Sprecher des Bistums Augsburg bestätigte diese Angaben am Sonntag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Mit den Anschuldigungen sind nun die Staatsanwaltschaften Augsburg und Memmingen befasst. Das kirchenrechtliche Verfahren führt die Glaubenskongregation in Rom.

Beschuldigter Priester räumt Vorwürfe „vollumfänglich“ ein

Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa hatte den betreffenden Pfarrer und Dekan vor zwei Wochen in den Ruhestand versetzt. Der Mann war durch einen am 6. November beim Bistum eingegangenen Brief des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen beschuldigt worden.

 Gegenüber dem Generalvikar und der diözesanen Missbrauchsbeauftragten räumte der Priester dann die „schon mehrere Jahrzehnte zurückliegende Tat“ an einer früheren Wirkungsstätte „vollumfänglich“ ein, so das Bistum. Kurze Zeit später erhob ein weiterer Mann Missbrauchsvorwürfe gegen den Pfarrer. Daraufhin appellierte das Bistum Augsburg an etwaige zusätzliche Opfer, sich zu melden.

KNA

Rubriklistenbild: © dpa

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